Katholische Kirchengemeinde muss Friedhofskapelle Breitenhagen sanieren

Eine teure Angelegenheit

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Helfende Hände werden erneut gesucht, wenn die Friedhofskapelle Breitenhagen saniert wird.

Altena - Noch ist nichts entschieden. Doch Gespräche mit Fachleuten hat die Gemeindeleitung von St. Matthäus schon geführt. Es geht um die anstehende Sanierung der Friedhofskapelle auf dem Breitenhagen. „Da können wir uns keinen Aufschub mehr leisten“, hieß es dazu aus Kreisen des Kirchenvorstandes.

Erst vergangenen Sonntag hatte dazu noch Dietmar Flusche, stellvertretender Vorsitzende des Kirchenvorstandes, beim Neujahrsempfang einige Informationen gegeben. „Das Dach ist defekt, die Wände sind nass und auch die Heizung bereitet uns große Sorgen.“ Flusche ließ vor gut besuchtem Haus im Pfarrsaal von St. Matthäus keinen Zweifel daran, dass sich die Gemeinde diese „teure Angelegenheit“ im Grunde durch die wenigen, anfallenden Bestattungen auf dem Friedhof gar nicht leisten kann. Und auch Kirchenvorstands-Mitglied Klaus-Dieter Jacobsen bestätigte das auf Anfrage noch einmal ausdrücklich. St. Matthäus habe mit zwei Architekturbüros erste Gespräche geführt und plane jetzt, eines davon mit den notwendigen Ausschreibungen zur Sanierung zu beauftragen. „Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.“ Das bestätigte auch Pfarrer Ulrich Schmalenbach. Denn:

Kirchenvorstandsmitglied Dietmar Flusche: "Wir müssen etwas tun."

Alleine die umfangreiche Dachreparatur wird bis zu 12 000 Euro kosten. Blieben noch die feuchten Wände. „Ebenfalls ein großes Problem“, wie Jacobsen einräumt. Da sei der Kirchenvorstand, aber auch jedes Gemeindemitglied, gefordert, „uns zu helfen, wenn wir mal einen Arbeitseinsatz dort ansetzen.“ Konkret meint Jacobsen damit zum Beispiel das Abrücken und Versetzen der Orgel von einer feuchten Wand, „damit alles im Raum besser durchtrocknen kann.“ Pfarrer Ulrich Schmalenbach setzt bei der Sanierung, die in mehreren Schritten läuft und vermutlich einige Jahre dauert, zusätzlich auf Einsparpotenzial. Noch wird nämlich die Kapelle elektrisch beheizt. „Das ist enorm teuer. Da müssen wir ran.“ Bitter für St. Matthäus: Die gesamte Sanierung muss die Gemeinde finanziell selbst stemmen. „Das Bistum Essen gibt zu derartigen Maßnahmen keine Zuschüsse“, so der Pfarrer. Denkbar wäre deshalb, eine Art Sammlung zu initiieren. Fakt sei eben, dass sich der Friedhof nicht mehr durch die allgemeine Belegung selbst trage. Das hatte Dietmar Flusche erst Sonntag noch angemerkt. Der Trend geht - auch in St. Matthäus, zu anonymen und oft Urnenbestattungen. „Die Bestattungskultur hat sich geändert und tut es noch. Auch hier, bei uns in Altena.“

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