Schützenfest in Altena

5000 im Zelt und kaum Zwischenfälle

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Si9cherheitskräfte bei einer Besprechung am  Rande des Altenaer Schützenfestes  

Altena Selbst beim Seniorenkaffeetrinken am Sonntagnachmittag war das Zelt der Altenaer Schützen voller  als in den Vorjahren. Dementsprechend positiv fiel die erste Bilanz aus. Klaus Hesse, der Chef der  Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft, sprach von  einem  Fest der Superlative.  

An allen drei Abenden sei das Zelt (noch) voller gewesen als 2015. In der Nacht zu Sonntag habe es sogar Überlegungen gegeben, es wegen Überfüllung zu schließen. Etwa 5000 Menschen hätten sich zu diesem Zeitpunkt im Zelt befunden, schätzt Hesse. Der Hauptmann ist stolz darauf, dass die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft ein Schützenfest auf die Beine stellt, das weit und breit seinesgleichen sucht und die deshalb auch viele Gäste von außerhalb anzieht.

Die Nacht zu Sonntag sei „Otto Kühlings umsatzstärkste Nacht überhaupt“, verriet Zeltmanager und Kühling-Geschäftsführer Ludger Emken. „Optimales Bierwetter“ sei gewesen und deshalb auch mehr Umsatz gemacht worden als 2015 und 2012. Aber nicht nur deshalb kämen er und seine Mitarbeiter immer wieder gerne nach Altena, sagte Emken: Das Fest besteche auch durch den freundlichen und hilfsbereiten Umgang der Feiernden mit dem Personal. Emken hat übrigens so viele Mitarbeiter im Einsatz, dass er sogar in Affeln Quartiere für sie buchen musste.

 Eine Premiere war das Fest für Alexander Fall, den Leiter der Polizeiwache. „Das war gut und spannend“, lautet sein Fazit der zurückliegenden Tage. Er habe festgestellt, dass das, was vorher am grünen Tisch geplant wird, in der Realität dann oft ganz anders aussehe. Vor allem die Dimensionen des Umzugs am Samstag hätte er so nicht erwartet, sagte Fall – „das war doch der Wahnsinn“.

Bei diesem Umzug passierte übrigens auch einer der ganz wenigen polizeirelevanten Zwischenfälle: Ein Autofahrer wollte partout den Anordnungen der Sicherheitskräfte nicht Folge leisten, sondern weiterfahren. Er wurde daraufhin bis zum Ende des Festzugs fixiert. Zu einer Schlägerei im Festzelt kam es in der Nacht zu Samstag, dabei wurde ein Mitarbeiter des Wachdienstes leicht verletzt. Zwei der Angreifer wurden zum Ausnüchtern in Polizeigewahrsam genommen. Angesichts der Dimensionen des Festes der geringen Anzahl von Polizeieinsätzen könne man von einer absolut friedlichen Veranstaltung sprechen, sagte Fall.

 Die Feuerwehr setzte 40 Freiwillige für die Brandwache ein, auch das DRK war mit Dutzenden von Helfern im Einsatz. Alexander Fischer berichtete, dass es zu einigen ernsteren Einsätzen gekommen sei, einmal habe man den Notarzt rufen müssen. Dabei sei oft Alkohol im Spiel gewesen. Auffällig und ärgerlich sei die Anspruchshaltung mancher Menschen, die mit Bagatellen wie Mückenstichen Hilfe der Sanitäter förmlich einfordern würden.

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