Eine Geschichte der Hoffnung und des Glaubens

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Minister und Pharao beratscvhlagen sich. ▪

ALTENA ▪ Eingängige Melodien, schöne Texte und eine lebhafte Inszenierung: Mit ihrem Musical „Unterwegs in ein neues Land“ knüpfte die Singschule St. Matthäus am Wochenende an die Leistungen aus den Vorjahren an. Am Sonntag präsentierten die Chöre das diesjährige biblische Kindermusical in der komplett gefüllten Kirche. Von Carolin Hüppe

Viel Arbeit, Zeit und Mühe steckten hinter dem aufwendigen Stück, das die Kinder unter der Leitung von Maike Lehmkuhl auf die Bühne brachten. Über 70 Kinder wirkten an der Inszenierung mit und begeisterten Groß und Klein.

Die größte Gruppe machte davon der Unterstufenchor des Anne-Frank-Gymnasiums Halver aus, der den Gesang der Altenaer Kinder unterstützte. Den Hauptpart übernahmen die 18 Kinder des Sandwichchores der Altenaer Singschule.

Das 1997 komponierte Musical erzählt die Geschichte um Moses und den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. „Die Exodusgeschichte ist eine sehr alte Geschichte, um Leid, Not, Angst und Verzweiflung“, stimmte Maike Lehmkuhl die Zuhörer ein. Vor allem aber vermittele das Stück die Botschaft, sich nicht unterkriegen zu lassen. So ist die Geschichte um Mose gleichzeitig eine Geschichte der Hoffnung und des Glaubens.

Das muss auch Moses (Paulina Frebel) lernen. Denn als er den versklavten Israeliten von seinem Plan erzählt, Ägypten zu verlassen, wird er zunächst abgelehnt. Doch schließlich kann er sein Volk überzeugen - es kommt zum Streik. Ausgerüstet mit Pappplakaten und Slogans wie „Wir sind das Volk“ , „Wir verschwinden sowieso“, ziehen die Sklaven auf die Straße.

Die verzweifelten Versuche des Ministers (Jonathan Lehmkuhl), die Sklaven seines Pharaos mit falschen Versprechungen in der Stadt zu halten, scheitern. Zusammen setzten sie sich gegen die Ägypter durch und machen sie sich auf „in ein neues Land“.

Dargestellt wurden die Israeliten und Ägypter von den 25 Dritt- und Viertklässlern der Schulchöre der Gemeinschaftsgrundschule Dahle-Evingsen. Während die Evingser Kinder mit Moses aus Ägypten flohen, waren ihnen die Dahler Kinder als Reiter des Pharaos dicht auf den Fersen. Doch durch Gottes Hilfe kann Moses die Verfolger abwehren. Er teilt das Meer, das über den Reitern zusammenstürzt.

Doch bis die Israeliten ihr Glück finden, soll es noch dauern. Denn noch monatelanger Wanderung ohne Aussicht auf eine neue Heimat ist das Volk frustriert. „Monat um Monat kommen wir gekrochen. Wir suchen und fragen und finden keinen Ort. Warum sind wir nur aus Ägypten fort?“, fragen die Israeliten. Und trotz Moses warnender Worte nicht aufzugeben und zu glauben, schaffen sie sich aus ihrem gesamten Schmuck ein Goldenes Kalb, das sie verehren und als ihren neuen Gott anerkennen können.

Die aufwendig inszenierten Szenen des Stücks machen deutlich, wie viel Arbeit hinter der Aufführung steckte. Viel Zeit haben die Kinder in die Proben investiert und sich nicht nur gesanglich gründlich vorbereitet.Auch Kostüme und Requisiten waren selbst gemacht.

Wiederholt zeigten die Kinder der Singschule ihr Talent und boten den Zuhörern eine hervorragende Leistung, die in jedem Falle an die Qualität der Vorgängermusicals anknüpfen konnte. Mit sicheren, klaren Stimmen standen die Kinder auf der Bühne und bekam am Ende verdiente stehende Ovationen.

Instrumental begleitet wurde das Musical von Andrea Waesch (Violine), Lena Klaus (Klarinette) und Stefan Lehmkuhl (Klavier).

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