Eindrücke aus erster Hand

Dagmar Freitag mit dem Besuchprogramm. „Das ist neu für mich.“

ALTENA ▪ Sie leisten bei den Bundesjugendspielen wichtige Unterstützung, organisieren und betreuen den Pausensport oder richten Fußballspiele für Mädchen aus: Die Sporthelfer sind seit zwei Schuljahren an der Gemeinschaftshauptschule Rahmede im Einsatz – und aus dem Schulalltag kaum mehr wegzudenken. Am Montag war die Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag am Nüggelnstück zu Gast, um sich über die Umsetzung des Sporthelfer-Projektes in der Rahmede zu informieren.

Dazu wurde in der Turnhalle eine Gesprächsrunde zusammengerufen. Hier kamen die 14 aktiven Sporthelfer zusammen, um der Bundestagsabgeordneten über sich und ihr Engagement zu erzählen. Sporthelfer, erfuhr Dagmar Freitag, wird man „nicht einfach so“. Wöchentlich gibt am Nüggelnstück eine Doppelstunde mit Grundlagenwissen, bis die 40 Stunden erreicht sind, die es für die Sporthelfer-Tätigkeit braucht.

Am Nüggelnstück werden die Kurse für Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse angeboten. Ist der Status einmal erreicht, hält er bis zum 18. oder 19. Lebensjahr. Dann, das empfahl gestern die Bundestagsabgeordnete, sollte man sich über einen Sportverein um einen Übungsleiterschein bemühen. Auch das bedeute wiederum Aufwand, „aber man bekommt auch wahnsinnig viel zurück“, so Freitag, die selber eine Menge Erfahrungen als Übungsleiterin hatte sammeln können.

Die Wissensvermittlung übernehmen die beiden Lehrerinnen Gabriele Risse und Monika Wetterau. Beide mussten, obwohl aus dem Sportfach, noch eine Zusatzausbildung absolvieren, um die Sporthelfer an den Start bringen zu können. Die berichteten zum Beispiel, wie ihre praktische Arbeit aussieht und wie sich das Verhältnis zu den Mitschülern gestaltet. „Von den Jüngeren werden wir oft als Vorbild angesehen, die finden das gut“, erzählte einer der Sporthelfer aus seinen Erfahrungen.

Die Bundestagsabgeordnete zeigte sich freudig überrascht, dass die Schüler für ihren Besuch eigens ein Programm ausgearbeitet hatten. „Das ist mir meinen 16 Jahren im Bundestag auch noch nicht passiert.“ ▪ tk

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