Weiteres Zeichen in Altena nach dem Hochwasser

Nach dem Hochwasser: Kaffeepause für den guten Zweck

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Macht weiter und weiter: Nilüfer Seker (3. von rechts) mit Helfern.

Die schreckliche Flut hat ihre Verkaufshütte an der Lenneterrasse völlig zerstört und weggespült – und auch das von ihr liebevoll eingerichtete Café Nostalgie an der Lennestraße wurde von den Wassermassen verwüstet. Doch wie so viele Altenaer macht Nilüfer Seker trotz der Katastrophe einfach weiter. Und setzt sich trotz des eigenen Schicksals weiter für ihre Mitbürger ein.

Altena - Rund um das Café Nostalgie wurden am Dienstag und Mittwoch zwei Hütten, die der Stadtmarketingverein zu Verfügung stellte, aufgebaut. Tische und Stühle, die „Nili“ mit ihrem Team noch retten konnte, wurden daneben gestellt und hübsch dekoriert. Es handelt sich um eine „Spendenaktion für die ganze Innenstadt. Also für alle Geschäfte, die von dem Hochwasser betroffen sind“, sagt „Nili“ beim Aufbau. Noch am Mittwoch sollte die Aktion beginnen und am Donnerstag und Freitag fortgeführt werden.

Wer sich kurz ausruhen möchte neben dem Café Nostalgie, erhält dort Eis, gespendete Kuchen und Torten, Kaffee und Kaltgetränke. Nicht zu festen Preisen. „Wir stellen eine Spendenbox auf, in der jeder so viel geben kann, wie er oder sie möchte“, sagt Nilüfer Seker. 200 Liter Eis spendete Orhan Dag von Gelamor aus Geseke, frische Torten und Kuchen stellen „Nachbarn und Freunde“ zur Verfügung. „Den Kaffee koche ich selbst. Im Gegensatz zu vielen anderen Dingen funktioniert die Kaffeemaschine noch“, sagt „Nili“ und lacht. Obwohl sie vor Trümmern steht, bleibt sie positiv, macht einfach weiter. „Ich möchte den Leuten mit dieser Aktion Hoffnung geben“, sagt die Gastronomin. Strom hatte sie am Mittwochmorgen zwar noch nicht, aber das sei in Arbeit.

In Arbeit war auch noch die Befestigung des Schildes des Cafés Nostalgie, das an der Hütte an der Lenneterrasse angebracht war und beim Aufräumen wiedergefunden wurde. Es hängt nun an einer der zwei Hütten des Stadtmarketingvereins. „Ach so“, fügt „Nili“ noch hinzu: „Den Kaffee gibt es leider nur in Pappbechern. Die Tassen sind hinüber...“

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