Gebäude des Juweliers Betzler an der Lennestraße

Ein Schmuckkästchen mit Geschichte

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Aktuelle Ansicht: Viel Wert legt die Familie auf ein attraktives Erscheinungsbild

Klein, aber alles andere als unscheinbar. Ein Schmuckkästchen, im Sinne des Wortes. Das Haus Lennestraße 22/24 hat eine lange Geschichte, die wohl um die 300 Jahre zurückreicht. Das Haus sticht deshalb heraus aus seinem Umfeld, das überwiegend aus drei- und eher viergeschossigen Gebäuden besteht - ein Hinweis auf sein Alter.

Altena - Die bekannte Historie des Hauses, Sitz des Juweliers Betzler, begann im Jahr 1936. „Da kam mein Vater nach Altena“, berichtet Ulrike Betzler-Hüttemeister. Es gab familiäre Beziehungen zur Familie Steinmann an der Kronenstraße, denn die Großmutter des Vaters stammte aus der Familie.

Der Vater erfuhr, dass an der Lennestraße 22 ein Ladenlokal zu haben war. Es gehörte der Familie Overbeck, die hier eine Bäckerei betrieb. „Der Mietvertrag wurde per Handschlag besiegelt, so war das damals üblich“, weiß Ulrike Betzler-Hüttemeister, die heutige Inhaberin, aus der Überlieferung.

Der Mietvertrag wurde per Handschlag besiegelt, so war das damals üblich.

Inhaberin Ulrike Betzler-Hüttemeister

Die Ausstattung des jungen Betriebs war übersichtlich: ein Schaufenster, ein Schrank für die Ware und ein Werktisch. So begann Herbert Betzler 1936, seines Zeichens Uhrmacher und Optikermeister, in der Burgstadt. Im Gebäude, das der Familie Overbeck gehörte, hatte sich eine Bäckerei befunden. Das war unter anderem noch an der Mehlkammer zu sehen, die über einen Flaschenzug von der Lennestraße aus beladen wurde. Heute befindet sich dort der Polierraum des Juweliergeschäfts.

Interessant auch das Umfeld des kleinen Hauses: Von der Lenneseite aus gesehen befand sich links ein kleiner Hof, in dem die Familie Hühner hielt.

Und es war auch noch Platz für eine Ziege, für die es eine schmale „Ziegengasse“ gab, denn die „Hitte“, wie man Ziegen damals nannte, gehörte Nachbarin Elli Hosse. „Es war schon eine lustige Nachbarschaft“, erinnert sich Ulrike Betzler-Hüttemeister. Sie ist im Übrigen dabei, Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend in der Lennestraße zu Papier zu bringen.

Zurück zum Haus: Bad und Heizung gab es zunächst nicht, dafür aber im Anbau eine Toilette im Hof. „Ein Bad bekamen wir, als ich 14 Jahre alt war“, erinnert sich Ulrike Betzler-Hüttemeister. Im Gebäude befand sich zunächst auch das Gemüsegeschäft Jürgens, später dann im Haus unterhalb die Niederlassung der Commerzbank. Der Eigentümer hieß Winkelkötter.

Die Häuser Lennestraße 22 und 24 wurden in den 1960er Jahren baulich verbunden. Damals kam eine Auflage des Bauamtes, dass das kleinere der beiden Gebäude in die Bauflucht des links angrenzenden Gebäudes einrücken musste. Also fiel die Entscheidung, das kleinere Gebäude abreißen zu lassen und einen Neubau – in der Bauflucht – zu ersetzen. „Dadurch verspringt das Gebäude heute“, erklärt Ulrike Betzler-Hüttermeister den charakteristischen Gebäudegrundriss.Die bekannte Historie des Hauses, Sitz des Juweliers Betzler, begann im Jahr 1936. „Da kam mein Vater nach Altena“, berichtet Ulrike Betzler-Hüttemeister. Es gab familiäre Beziehungen zur Familie Steinmann an der Kronenstraße, denn die Großmutter des Vaters stammte aus der Familie.

Der Vater erfuhr, dass an der Lennestraße 22 ein Ladenlokal zu haben war. Es gehörte der Familie Overbeck, die hier eine Bäckerei betrieb. „Der Mietvertrag wurde per Handschlag besiegelt, so war das damals üblich“, weiß Ulrike Betzler-Hüttemeister, die heutige Inhaberin, aus der Überlieferung.

Die Ausstattung des jungen Betriebs war übersichtlich: ein Schaufenster, ein Schrank für die Ware und ein Werktisch. So begann Herbert Betzler 1936, seines Zeichens Uhrmacher und Optikermeister, in der Burgstadt. Im Gebäude, das der Familie Overbeck gehörte, hatte sich eine Bäckerei befunden. Das war unter anderem noch an der Mehlkammer zu sehen, die über einen Flaschenzug von der Lennestraße aus beladen wurde. Heute befindet sich dort der Polierraum des Juweliergeschäfts.

Interessant auch das Umfeld des kleinen Hauses: Von der Lenneseite aus gesehen befand sich links ein kleiner Hof, in dem die Familie Hühner hielt.

Und es war auch noch Platz für eine Ziege, für die es eine schmale „Ziegengasse“ gab, denn die „Hitte“, wie man Ziegen damals nannte, gehörte Nachbarin Elli Hosse. „Es war schon eine lustige Nachbarschaft“, erinnert sich Ulrike Betzler-Hüttemeister. Sie ist im Übrigen dabei, Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend in der Lennestraße zu Papier zu bringen.

Zurück zum Haus: Bad und Heizung gab es zunächst nicht, dafür aber im Anbau eine Toilette im Hof. „Ein Bad bekamen wir, als ich 14 Jahre alt war“, erinnert sich Ulrike Betzler-Hüttemeister. Im Gebäude befand sich zunächst auch das Gemüsegeschäft Jürgens, später dann im Haus unterhalb die Niederlassung der Commerzbank. Der Eigentümer hieß Winkelkötter.

Die Häuser Lennestraße 22 und 24 wurden in den 1960er Jahren baulich verbunden. Damals kam eine Auflage des Bauamtes, dass das kleinere der beiden Gebäude in die Bauflucht des links angrenzenden Gebäudes einrücken musste. Also fiel die Entscheidung, das kleinere Gebäude abreißen zu lassen und einen Neubau – in der Bauflucht – zu ersetzen. „Dadurch verspringt das Gebäude heute“, erklärt Ulrike Betzler-Hüttermeister den charakteristischen Gebäudegrundriss.

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