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„Ein schlechter Scherz“: Nicht alle begeistert von „neuem“ Spielplatz

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Von: Jona Wiechowski

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Der provisorische Spielplatz an der Mittleren Brücke kann seit Montag bespielt werden. Die Auswahl ist, wie angekündigt, begrenzt. Später soll die Spielstätte größer wieder aufgebaut werden.
Der provisorische Spielplatz an der Mittleren Brücke kann seit Montag bespielt werden. Die Auswahl ist, wie angekündigt, begrenzt. Später soll die Spielstätte größer wieder aufgebaut werden. © Wiechowski, Jona

Beschaulich sieht er aus, der „neue“ Spielplatz an der Mittleren Brücke, der laut Bauhofleiter Robert Groppe ein „absolutes Provisorium“ ist. Scheinbar war die Information, dass es sich nur um eine Übergangslösung handelt, am Montag nicht bei jedem angekommen – sorgte das neue Erscheinungsbild vor allem für jede Menge Spott und Häme.

Altena – Ein Nutzer postete in der Facebook-Gruppe „Du kommst aus Altena, wenn... (Das Original)“ mit immerhin fast 10 000 Mitgliedern ein Bild von einem kleinen Mädchen, das einsam auf der Drehschaukelstange sitzt. Rechts daneben war das Wippbrett zu sehen, links der Sandkasten, dahinter zwei Bänke. Das war’s.

Der Beitrag, der inzwischen gelöscht worden ist, rief viele Reaktionen hervor. Innerhalb kürzester Zeit gab es mehr als 80 Kommentare – ein großer Teil war nicht begeistert. „Mir tun die Mütter leid, wenn sie ihre Kinder nicht mehr nach Hause bekommen, weil sie einfach nicht genug bekommen von der großen Auswahl an Spielgeräten“, kommentierte ein Nutzer ironisch, ergänzte dann: „Nichts aufzustellen wäre vielleicht besser als das. Denn auch das hat Geld gekostet.“

Andere reagierten kurz und bestimmt: „Lächerlich, dieses Dorf.“ Oder: „Das ist nicht zum Lachen, es ist traurig.“ Wieder ein anderer wollte wissen: „Das ist ein schlechter Scherz, oder?“ Auch Zweifel kamen auf, ob der „neue“ Spielplatz die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt erhöhen würde. „Alter Schwede – so halte ich natürlich perfekt Gäste in der Innenstadt...“, schrieb einer, während einen Nutzer die Sorge umtrieb, dass es sich um einen Dauerzustand handeln könnte: „Typisch für Altena... Minimalismus durch und durch. Könnte mir durchaus vorstellen, dass das so bleibt.“

Geplant ist das jedenfalls nicht. Es handelt sich bloß um ein Provisorium, damit Kinder jetzt in der Sommerferienzeit eine spielerische Anlaufstelle in der Innenstadt haben – denn sonst gibt es keine. Darauf machten später auch weitere Nutzer unter dem Beitrag aufmerksam, die sich auch dafür aussprachen, dass diese Lösung besser sei als gar nichts.

Bis der Spielplatz an der Mittleren Brücke allerdings mit neuen Geräten und in der geplant größeren Form errichtet werden kann, wird es noch etwas dauern. Grund dafür sind unter anderem die aktuell überall um sich greifenden Lieferschwierigkeiten.

Spielgeräte sind in sicherem Zustand

Bei den Geräten, die jetzt an der Mittleren Brücke aufgestellt worden sind, handelt es sich um alte Spielgeräte, die im Rahmen von Modernisierungen anderer Spielplätze abmontiert und beim Bauhof gelagert worden sind. Dass die Spielgeräte in einem guten und vor allem sicheren Zustand sind, dafür sorgt der Bauhof einmal in der Woche mit einer kleinen Inspektion. Einmal im Monat werfen die Mitarbeiter im Rahmen der großen Inspektion einen genaueren Blick auf die Spielstätten der Stadt, wie Groppe vor ein paar Tagen im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt hat. Erst kürzlich habe zudem die große Jahreskontrolle angestanden.

Schön anzusehen ist beispielsweise der Fallschutz beim derzeit einzig nutzbaren Spielplatz in der Innenstadt definitiv nicht, erfüllt aber immer noch seinen Zweck.

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