Spielbetrieb nicht möglich

Ein Platz zerstört: Flut trifft Tennisclub hart

Zerstört von der Flut: Der untere Tennisplatz des TC Hütte Altena.
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Zerstört von der Flut: Der untere Tennisplatz des TC Hütte Altena.

Die Flut hat den TC Hütte in Altena schwer getroffen: Einer von drei Tennisplätzen ist völlig zerstört und nicht besppielbar. Die Sanierung dauert und kostet viel. Auf Rücklagen kann der Verein kaum zurückgreifen.

Altena – Die Starkregen-Katastrophe Mitte Juli hat für immense Schäden an Infrastruktur, Häusern, Wohnungen und Firmen in der Burgstadt gesorgt. Getroffen worden durch das Starkregen-Ereignis ist auch ein Sportverein, genauer formuliert ein Tennisclub. Einer der drei Plätze des TC Hütte Altena in Dahle ist vom Unwetter zerstört worden. Die Schadenshöhe liegt im fünfstelligen Bereich.

„Der nahegelegene Wasserlauf entlang der Tennisplatzanlage, der normalerweise idyllisch vor sich hin plätschert, hatte infolge der niedergegangenen Wassermengen sein natürliches Bachbett verlassen, dabei Tonnen an Geröll, Schlamm und Holz mitgerissen und insbesondere auf dem unteren der drei Ascheplätze großen Schaden angerichtet“, sagt TCH-Vorstandsmitglied Daniel Förster.

Tennisplatz: Alle Schichten neu aufbauen

„Zwar konnte durch intensiven Maschineneinsatz in den letzten Tagen zumindest ein großer Teil der Geröllmassen entfernt werden, danach wurde allerdings erst das eigentliche Ausmaß deutlich.“ Der Vorstand rechne damit, „den Platzbelag inklusive Linien über alle Träger- und Drainage-Schichten hinweg komplett neu aufbauen und auch die Zaunanlage, die den mitgeschwemmten Gewichten letztlich nicht standhalten konnte, teilweise ersetzen zu müssen.“

Glück im Unglück für den TC Hütte: Das Clubheim sowie die anderen zwei Plätze blieben von der Katastrophe verschont, der untere Platz hingegen wird für längere Zeit nicht bespielbar sein. Alle Schichten des Platzes sind hinüber. „Wir werden alle Schichten des Platzes austauschen müssen“, sagt Daniel Förster.

Erster Arbeisteinsatz mit 30 Mitgliedern

Ein Platzbauer soll beauftragt werden mit dem Wiederaufbau, der eigentlich eher einem Neubau des unteren Platzes gleichen wird. Weil dieser Neubau eine fünfstellige Investitionssumme erfordern wird, steht der Vorstand nach Försters Angaben bereits in Kontakt zum Landessportbund NRW, der betroffenen Vereinen Unterstützung bei der Bewältigung der Schäden zugesagt hatte.

„Um das, was in Eigenregie als Vorarbeit aber bereits machbar ist, in Angriff zu nehmen, hatten sich am Samstag (31. Juli) etwa 30 Mitglieder zu einem ersten intensiven Arbeitseinsatz getroffen. Viele Hände, eigenes Werkzeug und einige Portionen Muskelkraft hinterließen gegen Ende ein merkliches Bild“, so Förster, der sich im Namen des Vorstandes bei allen Freiwilligen bedankt.

Rücklagen für Vereinsheim gebraucht

„Klar wurde aber auch, dass es bis zur Wiederaufnahme unter anderem für Medenspiele, was nicht zuletzt aus finanzieller Sicht frühestens zur nächsten Saison machbar sein wird, noch vieler weiterer Arbeitseinsätze bedarf“, so Förster. Der TC Hütte Altena hatte im vergangenen Jahr vom Sportstätten-Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ insgesamt 41 200 Euro für die rund 48 000 Euro teure energetische Modernisierung der Fenster und Türen im Vereinsgebäude sowie zur Erneuerung des Fangzauns erhalten.

Weil der TC Hütte wie alle anderen Vereine, die durch das Programm eine Förderung erhalten hatten, einen Eigenanteil tragen musste, sind die Rücklagen nach Försters Angaben so gut wie aufgebraucht.

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