Bad Doberaner mit Meerblick zieht’s im Urlaub nach Altena

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Burgaufzugfahren muss sein. Der Erlebnisfahrstuhl stand im Reiseführer der Schmidts.

ALTENA - Carl-Christian Schmidt hält verwundert an der Lutherkirche inne: „Warum hat man sie denn nicht weiter als Katharinenkirche geführt?“, fragt der interessierte Tourist. Kirchen, insbesondere Barock-Gotteshäuser, ziehen ihn und Ehefrau Angret magisch an im Urlaub. Ganz gezielt haben sich die beiden Bad Doberaner für eine Woche im Sauerland einquartiert.

Wohin es in Altena gehen soll, das entscheiden die Schmidts spontan. „So machen wir es schon seit einigen Jahren. Wir suchen uns einen Ausgangspunkt aus und beschließen jeden Abend spontan, was wir von dort aus am nächsten Tag erleben möchten.“

Diesmal ist es das Hotel Wirth in Meinerzhagen geworden. „Ein schönes, gastliches und familiengeführtes Haus!“, loben die Urlauber. Die Innenstadt dort haben sie schon erkundet, sind zur Atta-Höhle gefahren und wollen die Nähe und gute Autobahnanbindung noch für einen Tagesausflug nach Köln nutzen.

Und der erste Eindruck von Altena? „Gut, wir haben Parkgebühren gespart!“, freut sich Carl-Christian Schmidt. Der Automat am „kleinen“ Langen Kamp hat die Münzen nicht angenommen. Zu Fuß hat sich das Paar ins Zentrum aufgemacht. Weil die beiden in ihrer Heimat Bad Doberan in ihrer Kirchengemeinde engagiert sind, haben sie die entwidmete reformierte Kirche natürlich kurz von außen besichtigt und eben auch Halt vor der Lutherkirche gemacht. „Die Kirchen lutherischer Gemeinden sind immer weiß!“, ist den beiden leidenschaftlichen Deutschland-Touristen aufgefallen. „Klar, wir haben auch schon London bereist, Dänemark und Frankreich, aber unsere eigene Heimat bietet so viel Schönes. Wir waren noch von keinem Ort enttäuscht!“, schildern die Schmidts.

Hameln, Rügen, das Weserbergland, das Kleinwalsertal, Minden, das Erzgebirge... es sind viele Stationen, die die Schmidts schon gesehen haben. „In Bad Doberan wohnen wir mit Meerblick. Die Touristen aus den bergigen Regionen finden unser Flachland an der Ostsee so schön und wir mögen die Berge so sehr“, berichten sie lachend. Der Anstieg zur Burg hätte ihnen deshalb auch nichts ausgemacht, aber der dicke Deutschland-Reiseführer hat den Erlebnisaufzug natürlich als eine Station aufgeführt, die man mal mitgemacht haben muss. „Ein Ticket fürs Museum werden wir lösen. Wir können damit ja auch ins Drahtmuseum, das interessiert uns natürlich auch. Da werden wir den Berg aber vermutlich zu Fuß runtergehen, Bewegung muss ja sein!“, erklären die Touristen lachend.

Beide orientieren sich im Urlaub noch klassisch nach Papierkarten. Auch bei der Anreise: „Die war ganz gut. Aufgrund der Verkehrslage sind wir am Samstag aber zwei Stunden später angekommen, als geplant.“

Als Rentner müssten die Schmidts eigentlich nicht in den Ferien verreisen, aber bedingt durch ihr Ehrenamt in der Heimat und auch durch familiäre Verpflichtungen sind sie doch saisonabhängig unterwegs. „Aber wir reisen immer ganz unabhängig mit eigenem Pkw und machen uns keinen Stress. So können wir viel von einer Gegend sehen und bleiben trotzdem entspannt.“

Das Sauerland werden sie ihren Freunden und Verwandten bestimmt weiterempfehlen, wenn die Schmidts am Sonntag wieder nach Hause fahren. „Hat sich jetzt schon gelohnt!“, freuen sich die Besucher aus dem Osten.

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