Ehemaliger Sirius-Komplex: Altenwohnungen oder Übernachtungsmöglichkeiten

Neuer Käufer geht ans Werk

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Rolf Steffen am Eingang zum neueren Teil des Sirius-Gebäudes. Der 65-jährige Wittener denkt hinsichtlich der künftigen Nutzung in zwei möglichen Schienen. Er hat auch die ehemalige Arbeitgeberverbands-Villa an der Gerichtsstraße gekauft.

Altena - Es gibt neue Hoffnung für den Sirius-Komplex am Linscheider Bach. Ein Käufer aus Witten hat die Immobilie und das umliegende Grundstück erworben – mit Aufräumarbeiten ist schon begonnen worden. „Wir machen das jetzt erst einmal winterfest, räumen aus und räumen weg“, sagt Rolf Steffen, der neue Eigentümer.

 Im Sommer hat er für die Immobilie bei einer Internet-Versteigerung den Zuschlag erhalten. „Das“, das hat einen gehörigen Umfang: Fast 3500 Quadratmeter Grundstück, 2000 Quadratmeter Nutzfläche auf vier Etagen, 31 Zimmer und zahlreiche Nebenräume. Es gibt keine funktionierenden Heizungs- und Sanitäranlagen mehr.

Das Gebäude ist seit 2007 ungenutzt und weist jede Menge Vandalismusschäden auf. Viel, viel Arbeit also. Und doch hat sich Rolf Steffen ein recht enges Zeitfenster gesetzt: Im „Frühjahr oder Sommer 2019“ möchte er die Arbeiten erledigt haben. Zuvor hat Steffen übrigens weder Altena noch die Burg kaum gekannt. Die günstigen Immobilienpreise haben ihn aber auf die Burgstadt aufmerksam gemacht, zudem hat er jüngere Veränderungen wie die Lenneterrassen, die Promenade und den Burgaufzug als sehr positiv wahrgenommen.

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Hinsichtlich der künftigen Nutzung denkt Steffen in zwei möglichen Schienen: Altenwohnungen kämen in Fragen, „aber dafür brauchen wir einen Betreiber.“ Eine zweite Option sieht der Wittener in der Schaffung von günstigen Übernachtungsmöglichkeiten für Besucher der Burgstadt. Bei der anstehenden Sanierung werde man sich zunächst auf den zur Straße hin gelegenen, jüngeren Gebäudeteil konzentrieren. Steffen war und ist mit einer eigenen Firma in der Heizungs- und Sanitärbranche tätig.

Vorheriger Eigentümer war ein Handwerker aus Oberhausen. Das Objekt gegenüber des ehemaligen Linscheidbades hat eine wechselvolle Geschichte. Es wurde im Kern 1957 als Jugendherberge errichtet und später noch erweitert. In den 80er Jahren schloss das Jugendherbergswerk die Einrichtung und suchte einen Käufer. Der wurde mit dem Verein Sirius gefunden, der in dem Gebäude eine Therapieeinrichtung für Drogenabhängige aufbaute.

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