Ehemalige Zwangsarbeiterin aus der Rahmede reagiert auf Rammuthe-Bericht

Eindrückliche Zeilen von Vera Pavlutkina

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In diesem Gebäude waren die Zwangsarbeiter der Firma Forkert einst untergebracht

Altena - Das Heft 17 der Rammuthe, die jüngste Ausgabe der Zeitschrift des Heimat- und Bürgervereins Rahmede, warf ein Schlaglicht auf eine Zeit, die sich meisten überhaupt nicht mehr vorstellen können: In eindrücklichen Zeilen schilderte dort Vera Pavlutkina, die damals Vera Ignatova hieß, ihre Erlebnisse als Zwangsarbeiterin in Altena.

Als 15-Jährige war sie 1942 von der Krim zur Zwangsarbeit nach Mühlenrahmede gebracht worden und arbeitete in der damaligen Firma Forchert. Obwohl die Bedingungen hart und die Verpflegung durch das Barackenlager spärlich war, machte die junge Frau in Mühlenrahmede auch sehr gute Erfahrungen, die sie ihr Leben lang beschäftigen sollten.

Vera Pavlutkina hat sich beim Heimatverein bedankt.

Es ging um Mühlenrahmeder Bürger, die sich der schlechten Lage der Zwangsarbeiter sehr wohl bewusst waren und immer wieder dafür sorgten, dass diese manche Extraportion an Verpflegung – und einmal durch die Forkert-Töchter Charlotte und Magdalene sogar Weihnachtsgeschenke bekamen. In einem Brief an den Heimat- und Bürgerverein hat sich Vera Pavlutkina, die heute mit fast 90 Jahren in Riga lebt und beruflich ein Kinderheim geleitet hatte, jetzt für die Veröffentlichung des Berichtes bedankt und darauf aufmerksam gemacht, dass nach einem Besuch im Jahr 1993 durch Altenaer Bürger sehr viel Hilfe für Kinder und Senioren in Riga und Jurmala geleistet worden ist. Die Lettländerin nennt ausdrücklich die Familie Wickenhöfer sowie die Töchter der Familie Forkert als besonders hilfsbereit und erinnert sich gern an die Unterstützungswelle der 90er Jahre. Auch hier nennt sie Namen: Es sind Gerhard Schube, Hans Jürgen Schröder, Ingrid Herbert und Ulrich Frenschkowski. „Leider“, so schreibt sie, „kenne ich die Namen der vielen Altenaer Ärzte und Apotheker nicht, die zahlreiche Medikamente nach Lettland geschickt haben.

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