Ehemalige Stadtgalerie Haus Köster-Emden steht erst mal nicht zum Verkauf

Immobilien-Zukunft ungewiss

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Ein markantes Gebäude mitten in der Innenstadt ist das Haus Köster-Emden. Es wurde 1707 erbaut. Die Stadt erwarb es im Jahre 1974 und suchte bisher vergeblich einen Käufer. 2003 bis 2014 wurde es als Stadtgalerie genutzt.

Altena - Das stattliche Traufenhaus Köster-Emden war bis Ende des Jahres 2014 die Heimat der Stadtgalerie. Seitdem ist es aber keineswegs verwaist.

Nutzte bisher nur die Nebenstelle der Volkshochschule Lennetal etwa 120 Quadratmeter Raum im Untergeschoss, ist seit geraumer Zeit ein weiterer Mieter eingezogen. 

Wegen des laufenden Umbaus und der Sanierung der Burg Holtzbrinck wohnt Carsten Wolfewicz, Hausmeister der Bürgerburg, jetzt in diesem Haus. Ob sein Einmieten eine Dauerlösung werden kann, steht aber noch nicht fest. 

Immobilie bereits angeboten

Wie Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein auf Anfrage bestätigte, sei das Haus gemäß eines Ratsbeschlusses nach dem Aus der Stadtgalerie auf dem freien Immobilien-Markt zum Kauf angeboten worden. 

Der kleine Garten, der sich direkt an das Haus anschließt, war und sei aber nie Gegenstand von Verkaufsverhandlungen gewesen. Es habe auch einige Interessenten gegeben. Man sei sich aber nicht einig geworden. 

Zeitweise gab es zudem Überlegungen, eventuell der neuen Kinderärztin der Stadt, Dr. Maria Thannhäuser, die Räume als Praxis anzubieten. Aber die Ärztin zog bekanntlich ins Haus gegenüber. 

Hollstein geht davon aus, das sich der Rat über kurz oder lang noch einmal mit der Zukunft des Hauses befasse. Denn auch eine weitere Wohnungsvermietung sei nach Ansicht der Verwaltung eine mögliche Option. 

Eine lange Historie

Ein kurzer Blick auf die Historie des Hauses: 1707 wurde es als Traufenhaus erbaut. 1755 kaufte es Reidemeister Carl Wilhelm Selkinghaus und veräußerte es später an den Fuhrunternehmer Carl-Gustav Klincke. Dessen Schwiegersohn Paul Köster gab dem Haus dann endgültig seinen Namen. 

Als einer der Matrosen des kaiserlichen Kreuzers Emden, durfte er nach dem Ende des 1. Weltkriegs den Beinamen Emden tragen. Die Stadt Altena kaufte das Haus 1974. Als Galerie wurde es von 2003 bis 2014 genutzt.

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