Nur noch 115 Vollzeitkräfte

Ehemalige Rathaus-Mitarbeiter treffen sich

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Gespräch unter alten Bekannten: Altenas langjähriger Stadtdirektor Reinhard Riechert (l.) im Dialog mit mit Heinz Schallenbach. Im Bildmittelpunkt: Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein beim Verfolgen des Gespräches.

Altena -  Als Reinhard Riechert 1976 Stadtdirektor von Altena wurde, zählte „seine“ Verwaltung mit dem Bauhof-Team 300 Mitarbeiter. Heute unterstehen Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein noch 115 Vollzeit- und weitere 20 Teilzeitkräfte.

Das hörten am Freitag, 28. November, mehr als 50 ehemalige Rathaus-Mitarbeiter in der Burg Holtzbrinck mit einem gewissen Entsetzen. Dietmar Flusche, langjähriger Hauptamtsleiter und Veronika Engel, viele Jahrzehnte Chefsekretärin von Stadtdirektor und später Bürgermeister, hatten nach siebenjähriger Pause zu einem Ehemaligen-Treffen eingeladen. „Sehen Sie selbst, die Resonanz ist doch super“, freute sich das Duo. Dem dankte gleich zu Beginn einer kleinen, launigen Ansprache Dr. Andreas Hollstein. Er hatte nicht nur je einen edlen Tropfen für die Beiden dabei, er regte auch an, Treffen dieser Art durchaus zu einer festen Einrichtung werden zu lassen.

Im Beisein von Riechert – der fast als letzter im Saal erschien und dafür von einem ehemaligen Mitarbeiter hörte: „Sie sind ja immer zu spät gekommen“ – stellte Hollstein noch in wenigen Sätzen die zum 1. Januar 2015 greifende Umstrukturierung der Rathaus-Führungsebenen vor. Wie berichtet, gibt es keine Fachbereichsleiter und Beigeordneten mehr. Die Folge: Nach nur noch drei Abteilungsleitern gibt es nur noch den Bürgermeister als Behördenleiter.

Ob Wolfgang Ising (Ordnungsamtleiter a.D.), Jürgen Rittinghaus (ehemals Leiter der Stadtkasse), Hugo Kaethler (Sporbeauftragter), Werner Schiffer (Kämmerer) oder Heinz Schallenbach (Hauptamtschef) beziehungsweise Heinz Bretag (Personalleiter) – viele, viele waren gekommen, „um zu reden und sich einfach einmal in froher Runde wieder zu sehen.“

Walter Jacobi, der vor Jahren in der Poststelle saß und aus Gesundheitsgründen früher aus dem Dienst ausgeschieden ist, war eigens aus Niendorf an der Weser angereist. Er hatte sich bereits um 7.30 Uhr ins Auto gesetzt und geplant, gegen 23 Uhr am Freitag, 28. November, auch wieder zu Hause zu sein. Flusche und Engel hatten für eine ansprechende Dekoration und Kaffee und Kuchen gesorgt. Besonders begrüßten sie Horst Schnabel. Er feierte am 28. November immerhin den 56. Hochzeitstag und war dennoch gekommen.

Hollstein: „Wir werden uns im Rathaus trotz Personaldruck – und den haben wir unverkennbar, die Menschlichkeit im Umgang mit dem Bürger bewahren. Ihnen allen einen frohen Advent!“

von Johannes Bonnekoh

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