Eco-Tour: 400 Kilometer mit 13 Litern

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Getankt werden durfte an der BFT-Tankstelle in der Rahmede nur unter Aufsicht – damit die Verbrauchsergebnisse ordnungsgemäß dokumentiert und später in Ruhe ausgewertet werden konnten. ▪

ALTENA ▪ Rund 400 Kilometer entfernt von der Stadt Altena liegt die niederländische Region Altena. Aber die elf Fahrer aus den Niederlanden, die gestern auf dieser Tour unterwegs waren, hatten weniger die Landschaft als ihre Tankanzeige im Blick.

Vergleichbarkeit war dabei weniger gefragt – bei der Eco-Tour von Altena (Niederlande) nach Altena (Deutschland) ging es ausschließlich darum, zu zeigen, wie spritsparend moderne Autos bei entsprechender Fahrweise sein können. Deutlich weniger als 15 Liter für die Kleinen und rund 20 Liter für die Großen waren nicht selten.

Unterschiedlichste Fahrzeugmodelle waren am Start, sowohl mit Benzin- als auch mit Dieselmotoren. Einige hatten einen Hybridantrieb – entweder in Kombination mit Benzin oder Diesel. Auch die Größe und Motorenstärke variierten stark – vom kleinen VW UP oder Citroen C1 bis zum Opel Insignia oder Lexus RX 400H. Die zurückgelegten Kilometer schwankten – je nachdem, ob die Teilnehmer Umwege gefahren waren oder nicht – zwischen 389 und 440 Kilometern. Der Verbrauch für die gesamte Distanz variierte – bei den unterschiedlichen Autos nicht verwunderlich – zwischen 13 Litern und mehr als 30 Litern. Alle Teilnehmer der Tour sind Mitglieder eines Zusammenschlusses von Autohändlern der niederländischen Region Altena.

Durch Zufall hätten sie entdeckt, dass es auch in Deutschland ein Altena gibt, und so wuchs die Idee zu der Tour, erzählte Mit-Organisator Marc Bouman. Er war der erste, der die BFT-Tankstelle in der Rahmede erreichte, an der die Zahlen ermittelt werden sollten. Einfach so an die Zapfsäule fahren, Tankdeckel öffnen, Zapfhahn einstecken und tanken– das ging nicht. Nur unter Aufsicht durften die Teilnehmer der Rallye die Siegel von den Tankdeckeln entfernen. Der Kilometerstand und die Menge des getankten Sprits wurden genauestens von Leo van Teeffelen dokumentiert. Am meisten beeindruckten den Experten die Zahlen für die größeren Wagen: 15,41 Liter Super für einen Lexus CT 200H oder 20,01 Liter für einen Volvo V 70. Aber auch ein Peugeot 207 – ebenfalls ein Hybrid – kam mit 20,13 Litern Diesel aus.

Gestartet waren die Niederländer morgens um 8.30 Uhr. Erstes Ziel war Bad Münstereifel. Dort war die Mittagspause angesetzt. In Königswinter überquerten die Teilnehmer den Rhein mit der Fähre und über Bonn ging es in den Märkischen Kreis. Rund Dreiviertel der Strecke verlief über Autobahnen, der Rest über Landstraßen. Die Nacht verbrachten die Niederländer im Gasthof Spelsberg in Großendrescheid. Nun steht noch eine Besichtigung der Burg auf dem Programm, bevor sie die Heimreise antreten. Ihre Autos sollen am 13. Oktober nochmal an den Start gehen – dann als Werbeträger bei einer Rally im niederländischen Altena, bei der andere Starter um Geschwindigkeit buhlen. ▪ gör

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