Eclair color bietet 3D-Erlebnis ohne Brille im Apollo

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Nicole Güldner (l.) und Tanja Graumannfreuen sich auf neue Filmerlebnisse mit Eclair color. 

Altena - „Valerian“ brachte Gänsehautmomente ins Apollo-Kino. Nicht, weil der Film so rührend war, sondern die erste Produktion, die in Eclair color ausgestrahlt wurde. Kenner der HDR-Fotografie sind mit der brillanten Bildschärfe und dem Tiefgang dieser Technik vertraut. „Das gibt es jetzt auch als Bewegtbilder auf Leinwand“, erklärt Nicole Güldner.

Zu Beginn der Digitalisierung des Kinofilms wurde Nicole Güldner noch milde belächelt, als sie sich für den Projektor Sony 4K entschied. „Das brauchst Du doch gar nicht in der Provinz auf kleiner Leinwand!“, sagten viele Kollegen aus der Kinobranche. „Heute bin ich froh, dass ich die Technik habe. Ich gehörte zwar zu den letzten, die auf Digitalprojektor umgestellt haben, aber durch mein Zögern hatte ich schon den Zugang zu der lichtstärkeren Technik, die erst auf den Markt gekommen war, nachdem die meisten anderen Kinos schon auf 2K-Projektoren umgerüstet hatten. Und Eclair color funktioniert nur mit den 4K-Projektoren.“

Das Digital Cinema Package-Format, in dem jeder neue Film heute angeliefert wird, kann durch Eclair color so hoch kalibriert werden, dass durch verstärkte Tiefenschärfe und Farbbrillianz ein 3D-ähnlicher Effekt entsteht. „Das Bild geht in den Raum hinein. Sieht man einen Menschen, dann so, als ob er einem gegenüber sitzt. Das funktioniert auch ganz ohne 3D-Brille“, erklärt das Apollo-Team. Von Effekthascherei mit Brille hält Nicole Güldner noch immer nicht viel, weshalb sie auf solche Vorführungen verzichtet. „Das menschliche Auge ist für 3D-Kino eigentlich nicht geschaffen. Das Hirn muss über einen viel zu langen Zeitraum umschalten, deshalb wird vielen Zuschauern auch schwindelig. Eclair color kommt ohne das aus, deshalb habe ich mich dafür entschieden.“

Noch gibt es nicht allzu viele Filme, die diese technische Aufbereitung genossen haben, denn noch gibt es nicht allzuviele Kinos mit den entsprechenden Projektoren.

„Es sind riesige Datenmengen, die jetzt eins zu eins verarbeitet werden. Ein normaler 120 Minuten Kinofilm hat im Schnitt 360 Gigabyte, mit Eclair color kommen noch ein paar oben drauf.“

Der digitale Kinofilm an sich hat das Vorführen deutlich erleichtert. „Als wir noch mit der Rolle gearbeitet haben, mussten wir die Akte sortieren und aneinander kleben. Filme, die wir nicht im Bundesstart hatten, wiesen manchmal deutliche Abnutzungsspuren in Bild und Ton auf, die wir mühevoll manuell ausgleichen mussten. Das gibt es heute nicht mehr. was auf der Festplatte ist, ist auch nach der 1000. Freischaltung noch gut.“

Zudem geht digitales Kino weniger auf den Rücken: „Heute bringen wir kleine Köfferchen zum Auto, wenn der Verleih Filme wieder abholt und keine 30 Kilo schweren Rollen. Außerdem bringt die Technik immer wieder neue Effekte mit sich, auf die sich Kinokunden freuen können. Eclair color ist nur ein Novum, es werden noch tolle Sachen folgen!“ ist sich Nicole Güldner sicher.

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