21-Jähriger wird der fahrlässigen Körperverletzung angeklagt / Kinder in der Schule

Unfallfahrer war zu schnell

Drei Schulkinder wurden an dieser Stelle auf der Fritz-Berg-Brücke verletzt. Foto: Bender

Altena - Die Staatsanwaltschaft Hagen erhebt Anklage gegen einen 21-jährigen Altenaer. Der junge Mann verursachte am 25. August den folgenschweren Schulwegunfall mit drei verletzten Kindern auf der Fritz-Berg-Brücke.

Ihn erwartet vor dem Amtsgericht Altena ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung. Das sagte auf Anfrage Presse-Staatsanwalt Dr. Pauli, Hagen. Als Strafmaß gilt bei Delikten dieser Art eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren. Der Mann sei mit seinem Fahrzeug beim Überfahren der Fritz-Berg-Brücke an diesem regnerischen Tag „wegen überhöhter Geschwindigkeit“ aus der Kurve getragen worden.

Die Staatsanwaltschaft spricht in diesem Fall von einer Sorgfaltspflichtverletzung als Pkw-Fahrer. Alkohol oder Drogen waren bei der Unfallfahrt nicht im Spiel. Der Unfall-Seat traf auf drei Geschwisterkinder, die sich vorbildlich auf dem Gehweg in der Kurve befanden und in Richtung Grundschule Altena im Mühlendorf und dem Burggymnasium, BGA, unterwegs waren.

Während das Mädchen, das die sechste Klasse am BGA besucht, am schwersten verletzt wurde, kamen ihre sechs und acht Jahre alten Brüder kaum besser davon. Auch sie erlitten schwere Verletzungen, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Weil die 12-Jährige wochenlang im Krankenhaus und anschließend zu Hause bleiben musste, wurde ihr Hausunterricht erteilt, damit sie nicht so viel Unterrichtsstoff versäumte. Alle Unfallopfer besuchen wieder den Schulunterricht, werden nach wie vor therapeutisch betreut und behandelt, zu tief sitzt der Schock.

Der Prozess soll noch in diesem Jahr beginnen.

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