Arbeiten an zwei Verbindungstrecken

Drohender Verkehrsinfarkt: Verkehrsminister macht Altena leise Hoffnung

Ortstermin: NRWs Verkehrsminister Hendrik Wüst schaut sich die beschädigte und gesperrte B236 in Altena mit Bürgermeister Uwe Kober und CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak (verdeckt) an.
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Ortstermin: NRWs Verkehrsminister Hendrik Wüst schaut sich die beschädigte und gesperrte B236 in Altena mit Bürgermeister Uwe Kober und CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak (verdeckt) an.

Es droht Altena der Verkehrsinfarkt, wenn im Herbst wirklich die B236 Richtung Werdohl und die Lüdenscheider Straße zeitgleich gesperrt wären. Daher hatten Landrat und Bürgermeister eine klare Bitte an Hendrik Wüst beim Besuch vor Ort. Der Verkehrsminister gab Grund zur Hoffnung.

Altena – Am Tag nach der unfassbaren Starkregen-Katastrophe hatte sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet an der Seite von Landrat Marco Voge und dem heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Thorsten Schick mit einem Besuch ein Bild von den immensen Schäden in der Burgstadt gemacht.

Zwei Tage später hatten sich NRWs Heimat-Ministerin Ina Scharrenbach und CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak bei einem Besuch in der Nette und in der Rahmede vom Ausmaß der Katastrophe bestürzt gezeigt und schnelle Hilfe versprochen. Am Donnerstag, zwei Wochen später als Landesvater Laschet, machte sich nun NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst ein Bild von der Lage, insbesondere von der Infrastruktur.

B236: Experten erklären Verkehrsminister immense Schäden

Zusammen mit Paul Ziemiak, Landrat Marco Voge und Bürgermeister Uwe Kober ging es für Hendrik Wüst zunächst mit Fahrzeugen talwärts durch die Rahmede und von dort aus auf die massiv beschädigte B236 in Richtung Werdohl. An dem Teilstück, an dem die Fahrbahn zur Hälfte weggenommen wurde, um den Druck auf die durch die Flut beschädigte Gasleitung zu mindern, zeigten und listeten Mitarbeiter von Straßen.NRW die teils verheerenden Schäden auf.

„Bei all’ den Schäden ist es erstmal gut zu sehen, dass bereits daran gearbeitet wird, diese zu reparieren. Natürlich gibt es ganz komplexe Dinge, die auch dauern werden, wenn man zum Beispiel ganze Hänge wiederherstellen muss. Das geht nicht innerhalb von ein paar Tagen. Aber es ist angefangen worden – und wir bauen es wieder auf“, sagte Wüst, der bei seinem Besuch in Altena direkt von Uwe Kober und Marco Voge auf einen im Herbst drohenden Verkehrsinfarkt angesprochen wurde.

Sperrpausen der Bahn jahrelang im voraus geplant

Dieser Infarkt droht nämlich dann, wenn die B236 in Richtung Werdohl wie befürchtet monatelang nicht befahrbar sein wird und die Lüdenscheider Straße und damit die wichtige Verbindung nach Lüdenscheid ab dem 27. September für rund zwei Wochen für die Sanierung der Schallschutz-Elemente an der Stützmauer zur Bahnstrecke tatsächlich wie geplant gesperrt werden sollte. „Bei der Bahn sind Sperrpausen immer rares Gut, weil viele Dinge über Jahre im voraus geplant werden müssen. Weil aber die Bahnstrecke auch beschädigt worden ist, habe ich Hoffnung, dass wir die Sperrpause verschoben bekommen. Das will ich gerne mit der Bahn besprechen“, so der NRW-Verkehrsminister.

Dankbar über den Besuch von Hendrik Wüst war neben Uwe Kober und Marco Voge auch Paul Ziemiak. „Wir wollten dem Minister hier vor Ort die Situation zeigen. Ich denke, dass das jetzt ganz wichtig ist. Ich habe an den ersten Tagen nach dieser Katastrophe gesagt, dass die Arbeit der Politik eigentlich erst etwas später beginnt. Das ist genau jetzt“, betonte der CDU-Generalsekretär, dem es wichtig gewesen sei, dem Minister die Situation in Altena zu zeigen, weil ein Ortsbesuch in Erinnerung bleibe.

Lüdenscheider Straße: Gespräche über Sperrung laufen

„Hendrik Wüst hat zugesagt, dass er es weiterhin sehr unterstützt, dass die Arbeiten zügig vorangehen. Was jetzt wichtig ist: Eine gute Bauabstimmung hinzubekommen zwischen Straßen.NRW, der Kommune, dem Kreis und der Bahn. Um zu sagen: Was passiert wann? So schnell wie möglich, aber nicht so, dass es zu einem Verkehrschaos in Altena kommt“, so Ziemiak.

Landrat Marco Voge begrüßte, dass sich nach Armin Laschet und Ina Scharrenbach nun auch Hendrik Wüst ein Bild „über die Situation vor Ort“ machte und mit dem Besuch auch ein Zeichen gesetzt habe. Mit Blick auf die im September an der Lüdenscheider Straße geplante Sanierung der Schallschutz-Elemente an der Stützmauer und die damit verbundene Sperrung der wichtigen Verbindungsstraße sagte Voge, dass er „etwa vor vier Wochen“ bereis mit Uwe Kober darüber gesprochen habe.

Straßensperrungen: Hoffnung auf „ein bisschen Luft“

Kober nickte zustimmend und verwies wiederum darauf, dass man schon vor der Stark regen-Katastrophe bezüglich der Sperrung der Lüdenscheider Straße in Kontakt mit dem Verkehrsministerium gestanden habe, um eventuell eine Verschiebung der Maßnahme zu erwirken. Mit Blick auf die Straßen hat sich die Situation nach dem Hochwasser drastisch verschlechtert. „Von daher ist es gut, dass Herr Wüst hier war. Man sieht es ja: Wenn die B236 in Richtung Werdohl zu ist und dann auch die Lüdenscheider Straße zu ist, dann droht uns der komplette Infarkt“, sagte der Bürgermeister.

Er hat nach dem Besuch des Verkehrsministers nun die große Hoffnung, dass die anstehenden Arbeiten an der Lüdenscheider Straße verschoben werden. Kober: „Wir werden da nicht um eine Sperrung herumkommen, bekommen aber hoffentlich jetzt ein bisschen Luft.“

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