Drogenfund im Flüchtlings-Wohnheim

ALTENA - Wenn sie den Verdacht hat, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht, dann schaut sich die Stadtverwaltung auch schon mal im Morgengrauen im Übergangswohnheim um – „Belegungsüberprüfung“ nennt sich das dann. Eine solche fand gestern morgen ab 6 Uhr an der Thoméestraße statt, die Verwaltung wurde dabei von der Polizei und der Ausländerbehörde unterstützt. Die Kontrolleure wurden gleich in mehrfacher Hinsicht fündig.

Zum einen traf man vor Ort einen Mann an, der zur Abschiebung ausgeschrieben war – er wurde dem Ausländeramt übergeben. Außerdem fanden die Beamten bei einem Bewohner Drogen. Daraufhin wurde der Lüdenscheider Diensthundeführer mit seinem Drogenspürhund angefordert, der im unbewohnten Dachgeschoss des Hauses ein regelrechtes Depot aufstöberte. Es handelte sich dabei um Haschisch, Marihuana und Amphetamine „in nicht unerheblicher Menge“, wie die Polizei später mitteilte. Wem das Rauschgift gehörte, ist noch unklar. Entsprechende Ermittlungen laufen.

Für die Verwaltung ist noch ein weiteres Ergebnis der Durchsuchung von Bedeutung: „Fünf Leute, die eigentlich dort sein sollten, haben wir nicht angetroffen“, sagte gestern der zuständige Fachbereichsleiter Wolfgang Friess. Damit besteht der Verdacht, dass diese Menschen sich gar nicht mehr in Altena aufhalten, aber Geldleistungen aus der Stadtkasse erhalten. Auch das wird jetzt noch weiter untersucht.

von Thomas Bender

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