Drogen und Gewalt: Altenaer muss büßen

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Mit Drogen und Schlagstock wurde der Altenaer erwischt.

Altena – Mehrfach ist ein Altenaer (41) mit Schlagstock und Drogen erwischt worden. Dann griff er einen Polizisten an. Nun bekam er die Rechnung dafür.

41 Gramm Marihuana, Amphetamine, einen Teleskopschlagstock und ein Einhandmesser hatte ein Altenaer bei sich, als er am 7. Juni 2017 durchsucht wurde. 

Am 9. September 2017 war er erneut mit Drogen unterwegs: Gut 18 Gramm Amphetamine und ein bisschen Marihuana hatte er in seiner Bauchtasche. Auch bei dieser Gelegenheit trug er einen Teleskopschlagstock bei sich. 

Zwei Feinwaagen und Druckverschlusstütchen, die in seiner Wohnung sichergestellt wurden, deuteten darauf hin, dass er die Drogen auch weiterverkaufte. 

Drogen für den Eigenbedarf ?

Im Amtsgericht wurde ihm nun deshalb unter anderem der bewaffnete Handel mit einer nicht geringen Menge an Betäubungsmitteln vorgeworfen. Den Besitz der Drogen gab der 34-Jährige zu, den Handel mit Betäubungsmitteln stritt er ab. 

Marihuana und Amphetamine seien ausschließlich für seinen Eigenkonsum bestimmt gewesen. Das passte nicht so ganz zur portionsweisen Verpackung. Es ließ sich vor Gericht aber auch nicht endgültig ausschließen, dass der 34-Jährige die Portionen für sich selbst zusammengestellt hatte. 

Schlagstock zum Schutz

So blieb als schwerwiegendster Vorwurf der Besitz einer nicht geringen Menge Betäubungsmittel und die Bewaffnung. „Ich wollte mich mit dem Schlagstock nur beschützen“, versicherte der Angeklagte. 

Zu den Drogendelikten kamen weitere Vergehen, die mit dem Ende einer Beziehung zu tun hatten: Das Amtsgericht hatte dem Altenaer in einer Entscheidung nach dem Gewaltschutzgesetz verboten, sich seiner Ex-Freundin zu nähern oder anderweitig Kontakt zu ihr zu suchen. Dagegen hatte er mehrfach verstoßen. 

Nach einem Vorfall am Auto der Ex-Freundin kam es zu einer handfesten Auseinandersetzung mit herbeigerufenen Polizisten. Der Angeklagte wollte sich keine Handfesseln anlegen lassen. Einer der Beamten wurde durch einen Schlag leicht verletzt. Üble Beleidigungen begleiteten das Geschehen. 

Leben wieder besser im Griff

Bis zum Gerichtstermin ist offenbar eine gewisse Beruhigung im Leben des Angeklagten eingetreten. Sein aktueller Arbeitgeber hatte ihm einen positiven Zwischenbericht zum Gerichtstermin mitgegeben. Und die Frage nach aktuellem Drogenkonsum beantwortete der 34-Jährige mit einem Kopfschütteln. 

Richter Dirk Reckschmidt wollte dennoch auf Nummer Sicher gehen. Das Schöffengericht verurteilte den Angeklagten wegen der Drogendelikte und wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten. 

Während der Bewährungszeit muss der Angeklagte sich zudem regelmäßigen Drogentests unterziehen.

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