1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Altena

DRK-Herzensmenschen bieten Hilfe bei emotionalen Problemen aller Art

Erstellt:

Von: Volker Heyn

Kommentare

Die Ehrenamtlichen der „Herz- und Seelenhilfe“ des Deutschen Roten Kreuzes sind mit hoher persönlicher Motivation an den Start gegangen.
Die Ehrenamtlichen der „Herz- und Seelenhilfe“ des Deutschen Roten Kreuzes sind mit hoher persönlicher Motivation an den Start gegangen. © DRK

Corona, Fichtensterben, Hochwasser, Starkregen, Brückensperrung, Ukraine-Krieg, Energiekrise und Inflation – die Liste ist lang von äußeren Umständen, die Menschen bedrücken und ihnen das Leben beschweren.

Altena – „All diesen äußeren Einflüssen können wir nicht unbedingt entfliehen, können aber lernen, anders damit umzugehen“, schreibt Barbara Schmidt, seit Mai 2022 Projektkoordinatorin Herz- und Seelenhilfeprojekt beim DRK-Kreisverband Märkischer Kreis.

Im von ihr betreuten Projekt „Herzensmenschen“ meldet das DRK jetzt einige Erfolge. Schmidt teilt mit: „Es freut uns sehr, dass die ersten fünf DRK-Herzensmenschen im Märkischen Kreis erfolgreich innerhalb von vier Schulungstagen auf ihre ehrenamtliche Arbeit vorbereitet wurden.“

Bereits im September und Oktober hatten verschiedene Schulungseinheiten stattgefunden und zuletzt wurden noch verpasste Inhalte nachgeschult. Dabei kamen Teilnehmer und Mitarbeiter aus dem gesamten Landesverband Westfalen Lippe in die Iserlohner Räume des DRK-Kreisverbandes Märkischer Kreis.

Alle Anwesenden waren sich einig, so berichtet das DRK, dass es eine tolle und lehrreiche Zeit war und sie auch für sich persönlich viel gelernt haben. Jetzt seien sie bereit, Menschen in herausfordernden Lebenslagen zu unterstützen.

Im Rahmen des Projekts „Herz- und Seelenhilfe“, das seit einigen Monaten als Modellprojekt im Märkischen Kreis aufgebaut wird, bietet das Deutsche Rote Kreuz nun Unterstützung im psychosozialen Bereich an. Ursprünglich wurde das Projekt nach dem Hochwasser 2021 ins Leben gerufen, um in den betroffenen Bereichen die Menschen auf mentaler Ebene zu unterstützen und zu stabilisieren. Knapp ein Jahr nach dem Hochwasser ließen sich Betroffene im Altenaer Bergheim unter der Anleitung von Barbara Schmidt beraten.

Das DRK schreibt weiter: „Das Projekt richtet sich auch weiterhin an diese Menschen, aber auch an alle anderen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden oder sich durch die vielfältigen Krisen unserer Zeit belastet fühlen. Dabei können es die direkt vom Hochwasser Betroffenen sein aber auch alle anderen Menschen, die mit Unterstützung von außen ihre Lebenssituation verbessern möchten.“

Nicht selten kompensieren Betroffene ihre Probleme über lange Zeit erfolgreich und kommen damit gut zurecht. Verschärfen sich aber einzelne Problembereiche, wiegen plötzlich auch andere Herausforderungen umso mehr und belasten die Menschen sehr. Das können zum Beispiel Schulprobleme der Kinder sein, Schwierigkeiten in der Paarbeziehung, finanzielle Belastungen, Einsamkeit oder die Belastung durch Krankheit oder auch berufliche Konflikte. Nicht zuletzt wirken sich auch die aktuellen Krisen wie der Ukraine- Krieg und die daraus resultierenden Energiekrise, die Corona-Pandemie oder die Sperrung der A45 stark auf die emotionale Stabilität der Menschen aus.

Nach dem Motto „Zuhören, stärken, weitervermitteln“ stehen die „DRK-Herzensmenschen“ ihren Mitmenschen nun zukünftig zur Seite. Dabei möchten manche Betroffene einfach nur über ihre Situation sprechen oder sich bei einem Spaziergang in der Natur ablenken. Andere Hilfesuchende benötigen hingegen Unterstützung bei der Suche von geeigneten Beratungsangeboten oder psychologischer Hilfe. Diese vermeintlichen kleinen Aufgaben können für emotional belastete Menschen eine große Herausforderung sein. Da kann es hilfreich sein, zusammen mit einem DRK-Herzensmenschen nach Lösungen zu suchen oder sich einfach an die Hand nehmen zu lassen.

Weiterhin werden in allen Städten und Gemeinden des Märkischen Kreises interessierte ehrenamtliche Menschen gesucht, die in ihrer Freizeit etwas Gutes tun wollen. Auch hierzu freut sich Barbara Schmidt über jede Kontaktaufnahme. Informationen befinden sich auch auf der Projektseite des DRK-Kreisverbandes Märkischer Kreis.

Kontakt

Wer sich angesprochen fühlt und solch eine Unterstützung wünscht, meldet sich bei der lokalen Projektkoordinatorin Barbara Schmidt. Sie koordiniert und unterstützt die DRK-Herzensmenschen bei ihren ehrenamtlichen Einsätzen. Barbara Schmidt ist über Tel. 0175 / 77 81 15 1 oder per E-Mail: b.schmidt@drk-im-mk.de erreichbar.

Die Ehrenamtlichen der „Herz- und Seelenhilfe“ des Deutschen Roten Kreuzes sind mit hoher persönlicher Motivation an den Start gegangen.
Die Ehrenamtlichen der „Herz- und Seelenhilfe“ des Deutschen Roten Kreuzes sind mit hoher persönlicher Motivation an den Start gegangen. © DRK

Auch interessant

Kommentare