Drescheider Wehrleute feiern zwei Tage

Beim 100. Geburtstag der Löschgruppe Drescheid ging die Post im Festzelt ab.

ALTENA ▪ Um Feste zu feiern, dafür gebe es auf dem Drescheid immer einen Anlass, das meinte Stadtbrandmeister Ulrich Moldenhauer am Freitagabend, „und wenn es nur das neue Paar Stiefel eines Kameraden ist“. Doch diesmal war es das 100-jährige Bestehen der Löschgruppe. Und dieses Ereignis feierten die Drescheider mal so richtig: Mit rund 300 geladenen Gästen am Freitag und mit weiteren 800 Partygästen am Samstag.

Löschgruppenführer Frank Zaremski war am Freitagabend sichtlich aufgeregt. Doch auch die Herausforderung eines großen festlichen Abends meisterten er und seine Kameraden mit Bravour. Zusammen mit Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein, einigen Vertretern aus Rat und Verwaltung, dem stellvertretenden Kreisbrandmeister, Abordnungen benachbarter Löschgruppen und natürlich mit den Bewohnern des Drescheids erlebten sie einen festlichen und unterhaltsamen Abend.

Dafür sorgten zum einen das Blasorchester „Die Volmetaler“ und der Tambourcorps Dahle und zum anderen die Redner, die sich kurz zu fassen verstanden. Einen Rückblick auf die vergangenen Jahre gab Unterbrandmeister Michael Kapp. Er hatte wochenlang recherchiert, alte Fotografien und Zeitungsberichte herausgesucht. Die Ergebnisse trug er nicht am Rednerpult, sondern durch die Reihen laufend vor. „Chronik? Das habt ihr alle schon mal gehört“, meinte Kapp und auf der Großbildleinwand erschienen Fotos von schlafenden Kameraden – großes Gelächter brach im Zelt aus. Doch Kapp beruhigte und sagte: „Ich will euch nicht mit Zahlen bombardieren, denn die Löschgruppe Drescheid ist nichts Besonderes, sondern eine ganz normale Dorffeuerwehr.“

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Löschgruppe Drescheid der Freiwilligen Feuerwehr feiert 100-jährige Jubiläum

Und so machte er nur einen kleinen Exkurs in die Geschichte - „ich weiß ja, ihr habt Durst“. Kapp stellte dar, wie wichtig die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr war und welche Bedeutung sie heute immer noch hat. Am Ende seiner Präsentation erntete er großen Applaus und Anerkennung für seine Recherchearbeit.

Die Redner bescheinigten sodann den Feuerwehrleuten vom Drescheid allesamt beste Arbeit. „Auf euch kann man sich verlassen“, wie der Bürgermeister es ausdrückte. Auf dem Drescheid laufe vieles, was anderswo erst lange angeschoben werden müsste, meinte Hollstein. „Bewahrt euch das.“ Und auf der Wache in Altena sei man froh, dass es die Löschgruppe Drescheid gibt, denn: „Ihr seid schneller als die Hauptamtlichen. Das kann ich belegen.“ Das spreche für die Motivation vor Ort und die Tatsache, dass man gut zusammen arbeite, so Hollstein weiter. „Hier kann sich jeder auf den anderen verlassen.“

Mit Einbruch der Dunkelheit wurden die Kerzen auf den Tischen angezündet, es wurde still im Zelt und die Löschgruppe Drescheid marschierte zum Großen Zapfenstreich auf. Frank Zaremski gab den Befehl dazu und meinte anschließend: „Ich hatte Tränen in den Augen.“ Damit löste sich auch seine Anspannung und er konnte, wie all die anderen Gäste, einen schönen Abend unter Freunden genießen.

Ein Abend mit Freunden

Am Samstagnachmittag kamen viele Interessierte auf den Drescheid, um sich die Fahrzeuge der Feuerwehr anzuschauen und um im Zelt Kaffee und Kuchen zu genießen. Am Abend ging dann die Party richtig los. Lieder zum Mitsingen und Tanzen präsentierte die Coverband „Fischer‘s Friends“. Wenn die Musiker eine Pause brauchten, legte DJ Björn Stimmungsmusik auf. Die Drescheider rockten das Zelt auf der grünen Wiese und Frank Zaremski meinte zufrieden: „Was will ich noch mehr.“

Ilka Kremer

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