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Schwarzenstein-Brache: Glutnester flammen wieder auf - Straße zeitweise gesperrt

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Von: Maximilian Birke, Christos Christogeros

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Die Schwarzenstein-Brache nach dem Großbrand: Am frühen Donnerstagmorgen sind hier Glutnester wieder aufgeflammt.
Die Schwarzenstein-Brache in Altena nach dem Großbrand: Am frühen Donnerstagmorgen sind hier Glutnester wieder aufgeflammt. © Wilczek, Markus

Erneuter Einsatz der Feuerwehr an der Industriebrache Schwarzenstein in Altena: Da Glutnester und offene Flammen am frühen Mittwochabend wieder abgelöscht werden mussten, war die B236 in diesem Bereich für einige Zeit gesperrt.

[Update, 31. März, 8.15 Uhr] Altena – Wie Philipp Selle von der Feuerwehr Altena auf Nachfrage erklärte, hatten die Einsatzkräfte die Reste der Industriebrache am Mittwochabend kontrolliert. Dabei war aufgefallen, dass wieder Glutnester und auch offenes Feuer in den Trümmern ausgebrochen waren.

Schwarzenstein-Brache: Glutnester flammen wieder auf - Straße zeitweise gesperrt

Die Freiwillige Feuerwehr wurde nachalarmiert und schäumte die betroffenen Stellen ein. Da auch die Drehleiter im Einsatz war, musste die B236 in Höhe der Industriebrache für knapp zwei Stunden gesperrt werden. Der Einsatz hatte um 17.50 Uhr begonnen.

[Update, 30. März, 8 Uhr]: Bei den Ermittlungen zur Ursache des Großbrandes in der Industriebrache Schwarzenstein am Wochenende konnte die Polizei am Dienstag einen schnellen Ermittlungserfolg vermelden. Zwei Mädchen und eine junge Frau stehen im Verdacht, für das Feuer verantwortlich zu sein, teilte Polizeisprecher Christof Hüls mit.

Der Großbrand der Industriebrache Schwarzenstein in Altena hat die Feuerwehr das ganze Wochenende beschäftigt.
Der Großbrand der Industriebrache Schwarzenstein in Altena hat die Feuerwehr das ganze Wochenende beschäftigt. © Markus Klümper

Laut Polizeiangaben handelt es sich um eine 18-jährige Altenaerin sowie zwei Iserlohnerinnen (15 und 16 Jahre alt). „Die Polizei führte am Morgen Durchsuchungen bei den drei Tatverdächtigen durch und stellte Handys sicher“, erklärte Hüls.

Weitere Informationen gab die Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht bekannt. So blieb unklar, wie die Ermittler die drei Teenager als Tatverdächtige ausmachen konnten und wieso das so schnell ging.

Ob die Verdächtigen geständig sind beziehungsweise sich überhaupt zu den Vorwürfen geäußert haben, ließ Hüls ebenfalls offen. Klar ist, dass die Polizei Strafanzeige gegen die drei Teenager stellt. Bevor der Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben wird, soll noch ein Gutachter einbezogen werden und an der Schwarzenstein-Brache Spuren sichern.

Die Polizei erhofft sich dadurch detaillierte Informationen, wie das Feuer entstanden ist und wie es sich in den Industriehallen ausgebreitet hat. Klären werden die Ermittler in dem Zusammenhang auch, ob es sich um fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung handelt.

„Noch schwerwiegender als die strafrechtlichen Folgen werden aber wahrscheinlich die Forderungen der Stadt sein“, sagte Hüls. Denn durch den Brand sind erhebliche Kosten entstanden. Diese könnten von der Stadt als Besitzerin der Brache und Trägerin der Feuerwehr auf die Verursacherinnen übertragen werden, sofern sich der Verdacht der Brandstiftung bestätigt.

Bürgermeister Uwe Kober (CDU) hielt sich mit einer Kostenschätzung für den Feuerwehr-Einsatz noch zurück. Es müsse in den nächsten Tagen zunächst aufgearbeitet werden, welche Beschädigungen an Material und Fahrzeugen der Feuerwehr entstanden sind. Auch die Verbrauchskosten für Löschwasser, Schaummittel und Kraftstoff müssen zusammengetragen werden.

Hinzu kommen die Personalkosten: Vor Ort waren mit 45 Einsatzfahrzeugen Kräfte mehrerer Feuerwehren aus dem Märkischen Kreis. Hinzu kommen noch Helfer vom Deutschen Roten Kreuz. Die Zahl der Einsatzkräfte summiert sich so auf 220. „Im sechsstelligen Bereich ist man bei so einem großen Einsatz schnell“, schätzte Kober vorsichtig.

Zu klären ist zudem, welche Maßnahmen in Folge des Feuers an der einsturzgefährdeten Industriebrache notwendig werden. Sie könnten zusätzliche Kosten verursachen. Mit der Frage soll sich ein von der Stadt beauftragter Statiker befassen. Bis alles geklärt ist, wird wohl noch einige Zeit vergehen.

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