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Das Forstamt weiß von nichts

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Waldwegebau im Bereich  Toter Mann
Massive Erdbewegungen am Drahthandelsweg sollen der Feuerwehr den Weg in den Wald erleichtern. © Kremer, Ilka

Er soll eine Feuerwehrzufahrt schaffen, sagt der Baggerführer, der in diesen Tagen im Bereich Toter Mann den Wald förmlich planiert. Viele Nutzer des Drahthandelswegs fragen sich, ob das so in Ordnung ist.

Altena – „Eine derartige Maßnahme muss uns angezeigt werden – und das ist nicht passiert“, berichtet Jörn Hevendehl, Fachgebietsleiter für den Geschäftsbereich Dienstleistungen des Regionalforstamtes Märkisches Sauerland. Nach der Anfrage der AK-Redaktion beim Landesbetrieb Wald und Holz besuchte Hevendehl am Donnerstag den Ort des Geschehens und leitete im Anschluss das behördliche Verfahren ein. „Wir prüfen, ob hier ein Verstoß gegen das Landesnaturschutzgesetz beziehungsweise gegen das Landesforstgesetz vorliegt“, so Hevendehl.

Waldbesitzer muss sich äußern

Dazu prüft die Behörde die Besitzrechte, holt eine Stellungnahme des Waldbesitzers ein und erstellt eine Erhebung über die bewegte Masse. „Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, kann ich keine weiteren Auskünfte erteilen“, erklärte der Forstbeamte. Auch den Namen des Eigentümers dürfe er nicht nennen. Durchblicken ließ er jedoch, dass die Vorgehensweise auch ihm etwas fraglich erscheint. „Angesichts dieses exponierten Wanderweges und im Sinne des Gemeinwohls wäre hier eine etwas pfleglichere Behandlung und eine gründlichere Einebnung angezeigt“.

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