Sieger gekürt

Dorfwettbewerb: Virtueller Rundgang durch Dahle

Volles Haus in Dahle: Die Bewertungskommission des Kreiswettbewerbs ließ sich im CVJM-Heim virtuell durchs Dorf führen.
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Volles Haus in Dahle: Die Bewertungskommission des Kreiswettbewerbs ließ sich im CVJM-Heim virtuell durchs Dorf führen.

Schwimmbad, Kirche und Stricknadeln für die ganze Welt: Was Dahle alles zu bieten hat, zeigte Ortsvorsteher Helmar Roder den Experten, die die Sieger im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ kürten. Für den Sieg hat’s nicht ganz gereicht.

Altena - Die Bewertungskommission des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ hat sich am Dienstag Dahle angesehen – und das ganz virtuell. Ortsvorsteher Helmar Roder führte seine Gäste mithilfe von 360-Grad-Bildern durch das Dorf, auch an für Gruppen nur schwer zugängliche Orte.

Dafür nahmen die Mitglieder der Bewertungskommission unter der Leitung von Kreisheimatpfleger Rolf Klostermann im Vereinshaus des CVJM Platz, stellten Fragen, machten sich Notizen und bewerteten nach vier Kriterien: Dorfkonzept, Dorfgemeinschaft, Dorfgestaltung und Gesamteindruck. Letztlich hat es für den Sieg nicht ganz gereicht.

„Dahle hat definitiv Zukunft“

Mit mehreren Präsentationen wurde das 2150-Einwohner-Dorf Dahle auf ganz unterschiedliche Weise vorgestellt. „Dahle ist eines der attraktivsten Wohngebiete in Altena“, sagte Bürgermeister Uwe Kober (CDU) mit Blick auf reizvolle Lage und eine funktionierende Dorfgemeinschaft mit Kirche, Vereinen, engagierten Menschen und Mittelständlern, die mit Herzblut bei der Sache seien. Für ihn ist ganz klar: „Dahle hat definitiv eine Zukunft.“

Ein Halt war die evangelische Kirche, wo Pfarrer Uwe Krause kürzlich noch seine Ausstellung mit 20 Skulpturen aus Sandstein präsentiert hatte. Die Kunst in der Kirche habe ihn persönlich schon immer begeistert, erzählte Krause, der sich das Steinmetzen autodidaktisch beigebracht hat. Inzwischen konnte er mit seiner Begeisterung auch andere anstecken: Zwei Workshops gab er in diesem Sommer. Nächstes Jahr sollen es mindestens vier werden.

Zwischenstopp im Schwimmbad

Nächster Stopp auf dem Beamer war das Frei- und Hallenbad. In diesem Jahr gab es dort allerdings kaum Gäste und Betrieb, wie Bäderchef Hendrik Voß der Jury erläuterte. Erst war es Corona, dann kam das Hochwasser, bei dem das beliebte Bad regelrecht abgesoffen war – inklusive Technik.

Es sei eine Mammutaufgabe, alles wieder ans Laufen zu bringen. Voß hob die enorme Hilfsbereitschaft nach der Flut hervor: „Von überall kamen Menschen.“ 20 bis 30 Personen aus Dahle und Altena hätten ungefragt mitaufgeräumt. „Das zeichnet Dahle aus.“

„Addi“ by Selter: Häkel- und Stricknadeln für die ganze Welt

Gut 650 Menschen finden in Dahle einen Arbeitsplatz. Ein großes Unternehmen ist die Gustav Selter GmbH, die Strick- und Häkelnadeln unter der Marke „Addi“ in alle Welt verkauft. 140 Mitarbeiter arbeiten dort und stellen bis zu 45 000 Nadeln am Tag her. Geschäftsführerin Claudia Malcus erklärte im Video: „Zusammen stricken wir in Dahle an der Zukunft.“ Das 192 Jahre alte Traditionsunternehmen beschäftige dafür auch eine Social-Media-Managerin und setze auf die Zusammenarbeit mit Bloggern und Influencern. Und, ganz neu: Es gibt eine App mit Häkeltipps und mehr.

Schnelles Internet: Ausbau fast abgeschlossen

Die Zukunft haben die Dahler im Blick, wie Roder an mehreren Beispielen deutlich machte. Von den 397 Häusern hätten zwölf Prozent eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Und stolze 94 Prozent hätten einen Glasfaseranschluss angemeldet. Das sei wichtig, erst recht mit Blick auf Homeoffice und digitalen Unterricht in Coronazeiten. Aktuell läuft der Ausbau noch, „das Projekt steht kurz vor dem Abschluss.“

Abgerundet werde das Leben im Dorf durch die vielen Sport- und Freizeitmöglichkeiten, Angebote von Vereinen und der Kirche und auch durch die attraktive Natur, zum Beispiel den Sagenwald. Passend dazu gab der Dahler Norbert Bussmann der Bewertungskommission eine Sage zum Besten. Unterhaltung darf schließlich nicht zu kurz kommen.

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