Dahler Dorfladen wieder in Not

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2011 gründeten engagierte Dahler die Dorfmarkt-Genossenschaft, um die Nahversorgung der Bevölkerung zu verbessern. Bis heute gibt es dabei Anlaufschwierigkeiten.

Altena - Am Dienstag findet bei Droste eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Dahler Dorfmarkt-Genossenschaft statt. Grund sind die anhaltenden Verluste des Ladens. Der Vorstand hofft, den Dorfmarkt „vielleicht doch noch“ retten zu können.

Noch im Juni war der Aufsichtsrat recht optimistisch – die damaligen Hoffnungen und Erwartungen hätten sich allerdings nicht erfüllt, heißt es jetzt in einem Schreiben an die Mitglieder. Im zweiten Halbjahr seien einerseits die Umsätze zurückgegangen und andererseits unvorgesehene Ausgaben angefallen, wie zum Beispiel Nachforderungen bei den Mietnebenkosten.

Das hat zu einer Situation geführt, in der das Genossenschaftsgesetz zwingend das Handeln des Aufsichtsrates verlangt. In Paragraph 33 heißt es, dass der Vorstand einer Genossenschaft „unverzüglich“ eine Versammlung einberufen muss, wenn „ein Verlust besteht, der durch die Hälfte des Gesamtbetrags der Geschäftsguthaben und die Rücklagen nicht gedeckt ist“.

Daraus ergibt sich, dass noch Geld da ist und damit von einer Pleite keine Rede sein kann. Nur: Der Laden kann und soll nicht auf Dauer Verluste machen, da das dazu führen würde, dass das von vielen, vielen Dahlern zur Verfügung gestellte Kapital der Genossenschaft aufgezehrt würde.

Unterzeichnet wurde das Schreiben an die Mitglieder vom Aufsichtsratsvorsitzenden Joachim Schaumann und Willi Beckmerhagen, der sich um das operative Geschäft kümmern. Konkrete Vorschläge darüber, wie es weitergehen soll, machen die beiden nicht. Sie geben aber eine vorsichtig-optimistische Zukunftsprognose ab.

Im November sei es gelungen, den Negativtrend aufzufangen, heißt es. Mit Bruno Mück habe man einen Berater gefunden, der sich im Lebensmitteleinzelhandel gut auskenne – „die von ihm durchgeführten Veränderungen sind allen Mitgliedern schon aufgefallen und haben bereits zu ersten Erfolgen geführt“. Ausschlaggebend sei aber nach wie vor, dass die Dahler Bevölkerung den Dorfladen aktiv unterstütze, indem sie dort einkaufe, betonen Schaumann und Beckmerhagen.

Von Thomas Bender

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