Dorf-Laden ist fast fertig

Andre Voß und Manuel Bußmann im Dorf-Laden, der bald eröffnet wird.

ALTENA ▪ Manuel Bußmann hat viel gelernt in den letzen Wochen – zum Beispiel, dass selbst gemachte Marmelade nur „über die Theke“ verkauft, nicht aber im SB-Regal stehen darf.

Bußmann gehört wie auch Andre Voß zum Vorstand der Genossenschaft „Dahler Dorfmarkt eG“. Das im ehemaligen Schlecker angesiedelte Projekt nimmt zügig Gestalt an: Gefliest ist schon, Elektro- und Wasserleitungen liegen, als nächstes kommt der Maler. Viele Arbeiten seien von örtlichen Handwerkern erledigt worden – „und zwar zum Selbstkostenpreis“, wie Bußmann betont.

Trotzdem bleibt an ihm und den anderen Ehrenamtlern noch jede Menge Arbeit hängen. Zum Beispiel die Sache mit der Marmelade: Die Genossen mussten büffeln, sich mit den einschlägigen Vorschriften vertraut machen – und lernten so, dass der Brotaufstrich dann nicht im SB-Regal stehen darf, wenn nicht alle Inhaltsstoffe deklariert sind. Dann darf er nur „über die Theke“ verkauft werden.

Voß und Bußmann sind froh, dass ihnen Horst Höfer bei solchen Fragen hilft. Und dass es bald einen weiteren, echten Profi geben wird: Man stehe kurz vor der Einstellung eines Fleischermeisters, verraten die beiden. Den braucht der Laden nicht nur deshalb, weil hier neben Obst, Gemüse, Käse und Molkereiprodukten auch Wurst und Fleisch angeboten werden sollen. Der neue Mitarbeiter soll auch hauptberuflicher Geschäftsführer der Genossenschaft werden, also deren Tagesgeschäft organisieren.

Dazu wird neben dem Personaleinsatz (es wird mehrere 400-Euro-Kräfte geben) auch der Einkauf gehören. Wo immer möglich, werde der Laden Produkte aus der Region anbieten, versprechen die Dorfladen-Genossen. Entsprechende Kontakte würden gerade geknüpft. Ziel ist es, im Grunde ein Lebensmittel-Vollsortiment vorzuhalten – „bei uns bekommt man auch die Dose Erbsen, wenn man die beim Wocheneinkauf vergessen hat“. Im Detail lasse sich das Sortiment allerdings erst dann festlegen, wenn in der Anlaufphase klar wird, was die Kunden wünschen.

Mitte Oktober soll alles fertig sein – der Laden werde sich dann mit seinen Öffnungszeiten an denen der umliegenden Geschäfte orientieren, kündigt Bußmann an. Und: „Es soll auch anschließend unbedingt weiter den Wochenmarkt geben“ – die Genossenschaft hofft, dass das neue Angebot eine belebende Wirkung auf den im Moment etwas schwächelnden Dahler Markt haben wird. ▪ Von Thomas Bender

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