Blitz-Marathon: Zitronen für Bleifuß

Sechs Messstellen: Von Donnerstag bis Freitag rückt die Polizei zum zweiten bundesweiten „Blitz-Marathon“ aus.

Altena -  Die Wetterprognose ist gar nicht einmal so schlecht, und doch wird es ab Donnerstag häufig „blitzen“. Es steht der zweite bundesweite Blitzmarathon der Polizei ins Haus, dessen erklärtes Ziel es ist, die im Straßenverkehr gefahrene Geschwindigkeit zu drücken.

Hier wird beim Blitz-Marathon im Märkischen Kreis geblitzt

Die Aktion will vorbereitet sein, und das passierte seit dem 18. August. Die Fäden für den Bereich des Märkischen Kreises laufen bei der Führungsstelle der Direktion Verkehr in Lüdenscheid zusammen. Thomas Werner, Leiter des Verkehrsdienstes, kennt die Einzelheiten. Im Gebiet der Polizeidirektion werden in diesen 24 Stunden insgesamt 103 Beamte im Einsatz sein, darunter auch zwei Gruppen der Bereitschaftspolizei in Wuppertal.

In Altena wird es sechs Messstellen gegen: Sie verteilen sich über die Bereiche Breitenhagen. Mühlendorf, Lenneuferstraße und Nettestraße. Gemessen wird grundsätzlich zwischen 6 und 6 Uhr. Für die Burgstadt werden vier zusätzliche Beamte mobilisiert. Etwas aus dem Rahmen fällt eine Aktion, die gemeinsam mit dem Johanniter-Kindergarten in Altroggenrahmede durchgeführt wird. Die Junioren der Einrichtung werden sich gemeinsam mit der Polizei und der Verkehrswacht an der Rahmedestraße (L530) postieren, um Autofahrer anzusprechen.

Dabei kommen Früchte zum Einsatz: Apfel und Zitronen. Ist ein Autofahrer mit einer korrekten Geschwindigkeit unterwegs, kann er sich auf einen Apfel als Anerkennung oder Belohnung freuen. War der Fahrer oder die Fahrerin dagegen zu schnell, wird ihm eine Zitrone überreicht. Erstmals hat sich die Polizei im Vorfeld der Aktion auch an Schulen gewandt und die Kinder gebeten, so genannte Angsträume zu nennen – stellen, an denen wegen höherer gefahrener Geschwindigkeiten Gefahr besteht. Insbesondere die Grundschule am Breitenhagen habe sich rege an dieser Umfrage beteiligt, berichtet Verkehrsdienstleiter Thomas Werner.

Werner weiß auch, dass Blitzmarathon-Aktionen sich ganz direkt auswirken. Bei den alltäglichen Geschwindigkeitsüberwachungen sind nach den Beobachtungen der Beamten bei fünf bis zehn Prozent der Fahrzeuge „Sanktionen“ fällig. Läuft dagegen ein Blitzmarathon, sinkt die Zahl der Bleifüße auf nur noch drei Prozent. Thomas Werner: „Und das bedeutet ein Drittel weniger Unfälle.“ - Von Thomas Keim

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