Diskussionen über die Standgebühren

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Vorbereitungstreffen für das Mittelalterfest: Eigentlich sollte es auch darum gehen, wie eine Beteiligung der Einzelhändler aussehen könnte – aber von denen kam kaum einer ins Informationsbüro. ▪

ALTENA ▪ Nur noch sieben Wochen, dann wird sich die Burgstadt in ein buntes Mittelalterstädtchen verwandeln. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr wird es auch in diesem Jahr ein riesiges Mittelalterfest geben. Unter dem Titel „Altena – eine Stadt erlebt das Mittelalter“ wird das Fest vom 30. Juli bis zum 1. August wieder tausende von Besuchern anlocken.

Am Donnerstagabend fand im Stadtinformationszentrum eine erste Infoveranstaltung für Einzelhändler und Altenaer Bürger statt. Lediglich sieben Interessierte waren der Einladung des Stadtmarketingvereins gefolgt. „Mitmachen kann eigentlich jeder, Hauptsache es ist mittelalterlich“, erklärte Corinna Turner, Vorsitzende des Altenaer Stadtmarketings. Egal ob Einzelhändler oder Verein – alle haben die Möglichkeit, sich während des Festes zu präsentieren.

Dabei sind die Veranstalter sind um ein attraktives Angebot bemüht. „Wir wollen unseren Besuchern eine möglichst große Vielfalt bieten, daher möchten wir nicht zu viel Gastronomie“, erläuterte Turner. Gemeinsam mit der Veranstaltungsagentur habe man daher beschlossen, dass nur diejenigen gastronomische Stände aufbauen dürfen, die selbst Gastronomie haben.

Im vergangenen Jahr hatten einige Einzelhändler keine Stände vor ihren Läden platzieren können, da die Lennestraße für die riesige Postkutsche freigehalten werden musste. „Diese haben wir daher in diesem Jahr abbestellt. So müssen nun nur noch die Rettungswege frei bleiben“, erklärte Uwe Krischer, Schatzmeister des Stadtmarketings.

Diskussionen gab es um die Standgebühren. 100 Euro pro Tag kostet der Platz, hinzu kommen noch Nebenkosten. „„Wir möchten ein möglichst mittelalterliches Flair. Also keine bunten Plastikpavillons“, erläuterte die Vorsitzende das Konzept. Deshalb stehen auf der Promenade die Weihnachtsmarkthütten, die noch einmal 60 Euro Miete kosten. Sparen können Mitglieder des Stadtmarketings. Sie zahlen pro Tag lediglich eine Standgebühr von 60 Euro.

„Das Fest kostet uns rund 120 000 Euro. Das ist eine Menge Geld, die wir erst einmal wieder rein bekommen müssen“, erklärte Krischer die Problematik. Zwar gäbe es auch in diesem Jahr Unterstützung vom Kreis und verschiedenen Sponsoren, dennoch seien die Kosten allein durch Eintrittsgelder nur schwer wieder auszugleichen. Außerdem werde das attraktive Programm zahlreiche Besucher nach Altena locken – 2009 waren es rund 20 000. Auf den fünf Hauptbühnen wird es den ganzen Tag spannende Aktionen und Vorstellungen geben. Ritterturnier, Hexen, Gaukler, Feuerspucker und Musiker werden für mittelalterliches Ambiente und jede Menge Unterhaltung sorgen. Außerdem locken ein Handwerkermarkt, Tavernen, ein Jahrmarkt, ein Heerlager und verschiedene Aktionen wie Bogenschießen, Falkenshow, Axtwerfen und Mäuse-Roulette.

Wer einen Stand aufbauen möchte, muss zunächst einen Mietvertrag mit dem Veranstalter abschließen. Diesen erhält man bei Gundula Flusche (Tel. 20 92 95). Dort bekommt man außerdem auch weitere Informationen sowie Tipps für eine erfolgreiche Standgestaltung. Bis zum 16. Juli sollten möglichst alle Standbetreiber ihre Anmeldung abgegeben haben.

Wer einfach nur als Besucher zum Mittelalterfest kommen möchte, kann dies selbstverständlich auch. Der Eintritt kostet sieben Euro pro Tag, Kinder bis „Schwertmaß“ sind frei. Eine Familienkarte kostet 17 Euro.

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