Imra-Gelände in der Rahmede: Diskussion kann beginnen

ALTENA ▪ Es gehe in diesem Stadium noch nicht darum, Ja zu sagen zu den Plänen für das Imra-Gelände in der Rahmede. Das betonten Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und Stadtplaner Roland Balkenhol, als es am Montagabend im Stadtplanungsausschuss um das vom Investor Rudolf Kräling geplante Nahversorgungszentrum mit Lebensmittelmarkt und Getränke- beziehungsweise Drogeriemarkt ging.

Beschlossen werde lediglich ein Aufstellungsbeschluss und damit der Auftakt eines Verfahrens, in dessen Verlauf sehr genau geprüft werde, ob dieses Projekt für Altena insgesamt sinnvoll sei, argumentierte die Verwaltung und antwortete damit auf einen längeren Beitrag von Oliver Held von den Grünen. Er stehe dem Vorhaben insgesamt skeptisch gegenüber, sagte der – er könne sich im Moment noch nicht vorstellen, dass dieser Einzelhandelsschwerpunkt keine Auswirkungen auf Innenstadt und Stapelcenter haben werde. Bedauerlich sei, dass den Fraktionen ein dem Antrag beiliegender Vorentwurf für ein Einzelhandelsgutachten nicht zur Verfügung gestellt worden sei. Das, so Balkenhol, habe nichts mit Geheimniskrämerei zu tun: Das Gutachten sei Bestandteil des Verfahrens, könne in dessen Verlauf von jedermann eingesehen werden und werde auch im Internet veröffentlicht. Hollstein verwies darauf, dass insbesondere die SIHK und die Bezirksregierung bei der Prüfung ein Auge auf die Zentrumsverträglichkeit haben würden. Das bestätigt Claus Hegewaldt, der die SIHK als beratendes Mitglied im Ausschuss vertritt. Er sprach sich wie die Verwaltung dafür aus, das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans in Gang zu setzen. Reiner Kemmerling (SPD) sagte, es sei grundsätzlich zu begrüßen, wenn sich Investoren für Altena entscheiden würden.

Letztlich fasste der Ausschuss den Aufstellungsbeschluss, damit können Argumente für und wider das Projekt ausgetauscht werden. Die Entscheidung fiel bei Enthaltung der Grünen und der sozialen und demokratischen Alternative.

Die Berg-Stiftung plant weiter die Bebauung des Parkplatz neben dem ehemaligen Café Overbeck. Auch dafür wurde das Planungsverfahren auf den Weg gebracht (Bericht folgt). ben.-

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