Diskretion bisher nur im Nebenraum

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Im Bürgerbüro am Markaner muss etwas in Sachen Diskretion getan werden.

ALTENA - Zwei Jahre nach seinem Einzug in den Rat hat Linken-Vertreter Manfred Wolfinger seine erste eigene Initiative gestartet und dabei gleich die anderen Oppositionsfraktionen an seine Seite geholt. Es geht ihm um Diskretion und Datenschutz im Bürgerbüro am Markaner – „man versteht da wirklich jedes Wort“, sagte er am Montag im Rat.

Während der Bürgermeister abzuwiegeln versuchte, stimmten andere Redner Wolfinger zu. „Ich kann das Anliegen sehr gut verstehen“, sagte FDP-Vertreter Bernhard Diel, der wie auch Irmgard Ibrom (SPD) selbst erlebt hat, dass vertrauliche Daten Rat suchender Bürger im ganzen Raum zu hören waren. Das sei ein Unding, meinte Oliver Held von den Grünen – „dort werden schließlich Dinge verhandelt, die nicht jeden etwas angehen“.

Da Problem liege natürlich am Großraumbüro, sagte Wolfinger – er sähe es gerne, wenn es im Bürgerbüro separierte Beratungszimmer gäbe. „Das entspricht nicht meinen Vorstellungen von transparenter Verwaltung“ – mit diesen Worten lehnte der Bürgermeister dieses Ansinnen ab.

Allerdings konnte Dr. Andreas Hollstein auch berichten, dass seine Verwaltung bereits tätig geworden sei: Trennwände seien bestellt, sie würden demnächst im Bürgerbüro die einzelnen Beratungsplätze voneinander trennen und sie auch zum Wartebereich hin abschotten. Hollstein wies auch darauf hin, dass es am Markaner ein Beratungszimmer gebe, in das man sich zu vertraulichen Gesprächen zurückziehen könne. Angeregt wurde, die Kunden auf diese Möglichkeit in geeigneter Weise aufmerksam zu machen.

von Thomas Bender

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