Discobesuch endet mit Gerichtsverhandlung

(Symbolbild)

ALTENA ▪ Ein Diskothekenbesuch in Lüdenscheid kam einem jungen Altenaer teuer zu stehen. Gestern musste sich der 20-Jährige wegen Körperverletzung vor dem hiesigen Amtsgericht verantworten. Jetzt muss er 800 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Was war passiert? Am 23. Januar traf der Angeklagte mit Kollegen in einer Lüdenscheider Disco zusammen. Direkt nebenan an der Bar, hatte sich auch der Geschädigte mit Freunden getroffen. Im Laufe des Abends war es zwischen den jungen Männern zum Streit gekommen. Laut Vorwurf hatte der Altenaer seinem Gegenüber schließlich einen kräftigen Faustschlag ins Gesicht verpasst, was eine eingerissene Oberlippe und einen abgebrochenen Zahn zur Folge hatte.

„Er hat mich provoziert. Ich wollte keinen Stress. Dann ist er aggressiv auf mich zugekommen und hat ‚Scheiß Araber‘ zu mir gesagt. Da habe ich ihm eine ins Gesicht gehauen”, räumte der Angeklagte gestern mit gesenktem Blick ein.

Das Opfer erklärte hingegen, dass es der Altenaer gewesen sei, der den Stress gemacht, und zuvor auch schon Streit mit anderen Gästen gehabt habe. „Ich war auf dem Weg zur Toilette. Er kam auf mich zu und hat rumgepöbelt. Ich hab gesagt, er soll nicht so rumschreien. Ja, und da hatte ich auch schon direkt einen hängen”, so der 23-Jährige. Der Angeklagte zeigte Reue: „Es tut mir aber auch echt leid, was da passiert ist.”

Schließlich entschied das Gericht, das Verfahren gegen den Altenaer einzustellen. An den Geschädigten muss der 20-Jährige 800 Euro Schmerzensgeld zahlen. „Wenn sie das gemacht haben, hängt hier nichts mehr nach”, verabschiedete Richter Dirk Reckschmidt den Angeklagten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare