Chefarzt-Wechsel am St. Vinzenz

Dr. Dietmar Stephan (Mitte) stellte Dr. Dirk Ernst (rechts) als neuen Chefarzt vor und gratulierte Dirk Wiese zur Beförderung zum Geschäftführer.

ALTENA - Die Chirurgie des St.Vinzenz-Krankenhauses hat einen neuen Chefarzt mit sauerländer Wurzeln: Zum Jahreswechsel trat Dr. Dirk Ernst seinen Dienst an. Er ist in Hemer geboren und in Dahlsen aufgewachsen.

Von Thomas Bender

Einvernehmlich sei die Trennung von Ernsts Vorgänger Dr. Peter Gruber erfolgt, sagte jetzt Dr. Dietmar Stephan, geschäftsführender Gesellschafter der Deutschen Klinik-Union und damit Miteigentümer von St. Vinzenz. Von Ernst erhoffen sich die Krankenhaus-Eigentümer, dass vor allem die Endoprothetik (also die Implantation künstlicher Gelenke) wieder zu ihrem hohen Stellenwert zurückfindet.

Dr. Ernst war bisher Chefarzt der Chirurgie im Krankenhaus von Bad Berleburg und hatte auch dort viel mit Endoprothetik zu tun. Weitere Schwerpunkte seien die Sportmedizin und die Behandlung unfallverletzter Kinder, auf die das Haus bisher kaum eingestellt war, sagte er. Der Antrag auf Zulassung als „Durchgangsarzt“ ist gestellt, damit der neue Chefchirurg sich auch um die Versorgung betrieblicher Unfälle kümmern kann. Wie sein Vorgänger wird auch Ernst nicht nur im Krankenhaus, sondern auch im angegliederten Gesundheitszentrum Altena tätig sein.

Damit werde das medizinische Spektrum des Hauses ausgeweitet, sagte Stephan. Das sei den Eigentümern wichtig gewesen, sie hätten deshalb gezielt nach einem erfahrenen Arzt mit breitem Fachwissen gesucht. „Wir konnten auswählen“, berichtete der geschäftsführende Gesellschafter – unter Medizinern gelte das St. Vinzenz-Krankenhaus offensichtlich als interessanter Arbeitgeber. „Das Persönliche zeichnet dieses Haus aus“, sagte Ernst gestern über seine Eindrücke an den ersten Arbeitstagen.

Personalie Nummer zwei ist weit weniger überraschend: Dirk Wiese stieg zum Jahreswechsel vom Klinikleiter zum Geschäftsführer auf und ersetzt damit Dr. Hans-Christian Vatteroth, der zum Jahresende aus den Diensten der DKU ausschied. Wieses Beförderung sei „folgerichtig“, sagte Stephan: „Es ist allseits anerkannt, dass er hier eine gute Arbeit macht“. Wiese ist seit zwei Jahren am St. Vinzenz-Krankenhaus.

„Kontinuierlich positiv“ entwickele sich das Altenaer Krankenhaus, sagte Stephan im Rückblick auf das abgelaufene Jahr, warnte aber gleichzeitig vor Euphorie: „Über den Berg ist es aber noch nicht“. Positiv sei der Anstieg der Fallzahlen. Allein in der internistischen Abteilung seien 2014 über 2000 Patienten behandelt worden. Das sorge ebenso für eine bessere Auslastung der knapp 100 Betten wie die 2014 erfolgte Ausweitung der palliativen Versorgung und der Schmerztherapie. Von den Altenaern werde das Haus inzwischen wieder gut angenommen, schildert Wiese die Eindrücke, die er in den letzten zwei Jahren gewonnen hat. Jetzt gehe es darum, auch Patienten aus den Nachbarstädten zu gewinnen. „Deshalb wollen wir jetzt auch mit der Chirurgie in die Vollen gehen“, sagte Stephan bei der Vorstellung des neuen Chefarztes.

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