Christel Voßbeck-Kayser dankt Wählern

Dagmar Freitag hatte eine kurze Nacht 

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Die Enttäuschung über das Abschneiden bei der Wahl konnte Christel Voßbeck-Kayser - hier im Gespräch mit Landrat Thomas Gemke - nicht verbergen.

Altena - Am Dienstag, 26.September,  treten in Berlin sowohl die CDU/CSU- als auch die SPD-Fraktion zusammen. Mit dabei: Dagmar Freitag, im Amt bestätigte heimische SPD-Abgeordnete und ihre unterlegene CDU-Kollegin, Christel Voßbeck-Kayser, die nur noch ein paar Monate im Amt sein wird.

Freitag packte am Montag, 25. September,  ihre Koffer Richtung Berlin und bekannte im Gespräch: „Ich bin sehr glücklich und dankbar. Dankbar für die Unterstützung durch alle Helfer und den erneuten Vertrauensbeweis durch die Wähler.“

Ein Super-Ergebnis

Einmal mehr wies sie auf das Ergebnis und die große Diskrepanz zwischen Bundestrend und ihrem Erst-Stimmen-Ergebnis hin. „Das werte ich noch einmal als Ansporn für die Zukunft und Bestätigung meiner bisherigen Arbeit in Berlin.“ Ihrer Ansicht nach hat Angela Merkel jetzt „den klaren Auftrag, eine Regierung zu bilden.

Dagmar Freitag, SPD, zieht wieder in den Bundestag ein. Ihre Erststimmen-Kampagne zog im Wahlkreis.

 An die Arbeit, Frau Merkel! “ Dass die SPD nicht in eine weitere Große Koalition eintreten möchte, „finde ich richtig.“ Das macht sie insbesondere am Abschneiden der AfD fest. Einer solchen rechtspopulistischen Partei dürfte man nicht die Oppositionsführerrolle im Bundestag überlassen. „Deutschland braucht eine starke Opposition.“ Gerade im Hinblick auf die Themen, die die AfD besetze. Wörtlich sprach sie in diesem Zusammenhang von „rechtsradikalem Gedankengut“ vieler Afdler. Alle Demokraten müssten deutlich und stark dagegen steuern. „Das ist für mich eine Frage der politischen Kultur und nicht diskutabel.“ Christel Voßbeck-Kayser, die den erneuten Einzug ins Parlament verfehlte, dankte ebenfalls allen „Unterstützern und den vielen Wahlhelfern sowie meinen Wählern.

Dank an Wähler

Ich hätte meine Arbeit gerne fortgesetzt.“ Auch sie erinnerte an ihr gutes Abschneiden, habe sie doch im Mittel zwar auch eingebüßt, doch mit etwa vier Prozent gegenüber dem Bundestrend deutlich weniger, als die Gesamtpartei. Die Evingserin nimmt heute an einer Sitzung der CDU-CSU-Fraktion teil. Jetzt gelte es zu klären, wie lange sie noch in Berlin sei. Grob überschlagen vermutlich vier Monate. Die CDU-Politikerin hatte am Ort zwei, in Berlin drei Mitarbeiter. Auch für die brechen neue Zeiten an.

Noch vier Monate in Berlin

Sie müssen sich nach einer anderen Beschäftigung umsehen. Noch ein Wort zur Reserveliste der CDU: Voßbeck-Kayser stand auf der CDU-Landesliste auf Platz 33. Nur vier CDU-Abgeordnete schafften aus NRW über die Liste den Sprung nach Berlin. Der letzte Listenplatz, der "gezogen“ hat, war Platz zehn, auf dem der Iserlohner Paul Ziemiak - verlor im Wahlkreis Herne-Bochum II gegen Michelle Müntefering - rangiert.

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