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Direkt an der Burg: Wieder Hubschrauber im Einsatz

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Von: Jona Wiechowski

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Wie schon Mitte Juni, wird auch diesen Mittwoch wieder ein Hubschrauber Baumaterial zur Felssicherungsbaustelle unterhalb der Burg Altena fliegen. Holen wird er das Material diesmal allerdings nicht von einer Fläche hinter der Schwarzenstein-Brache, sondern vom Mitarbeiterparkplatz direkt an der Burg.
Wie schon Mitte Juni, wird auch diesen Mittwoch wieder ein Hubschrauber Baumaterial zur Felssicherungsbaustelle unterhalb der Burg Altena fliegen. Holen wird er das Material diesmal allerdings nicht von einer Fläche hinter der Schwarzenstein-Brache, sondern vom Mitarbeiterparkplatz direkt an der Burg. © Wiechowski, Jona

Die Felssicherungsarbeiten am Burgberg gehen spannend in den Endspurt. Am Mittwoch fliegt einmal mehr ein Hubschrauber Baumaterial in das steile und unwegsame Gelände unterhalb der Festung. Der Märkische Kreis kündigt spektakuläre Flugmanöver an – geflogen wird diesmal allerdings eine deutlich kürzere Strecke.

Altena – Statt findet der Helikoptereinsatz für den letzten Fangzaun-Abschnitt am Westhang der Burg Altena. Am Mittwoch wird die Maschine dafür den ganzen Tag im Einsatz sein – „zwischen 10 und 17 Uhr“, wie Hannah Heyn, Pressereferentin des Märkischen Kreises, auf Nachfrage der Redaktion berichtet. Wie viele Flüge der Hubschrauber absolviert, lasse sich nicht vorhersagen.

Klar ist dafür: Geflogen wird das Material vom Mitarbeiterparkplatz direkt an der Burg runter an die Einsatzstelle unmittelbar unter dem Altenaer Wahrzeichen. „Dabei nimmt der Hubschrauber zuerst Zaunstützen auf. Danach werden sie transportiert und direkt auf den vorbereiteten Fundamenten eingebaut“, erklärt Alexandra Weber, Landschaftsarchitektin vom Gebäudemanagement des Märkischen Kreises. Auch die Rückflüge von der Einsatzstelle zum Parkplatz sollen genutzt werden. „Per Hubschrauber werden einige Bigpacks ausgeflogen, die Felsmaterial und Schnittgut beinhalten“, erklärt Heyn.

Mitte Juni hatte es schon einmal einen Hubschraubereinsatz gegeben, der sich über zwei Tage gezogen hatte. Insgesamt 140 Touren war die Maschine geflogen, wobei eine Tour seinerzeit die Route zwischen dem Burgberg und dem Abladeplatz hinter der Schwarzenstein-Brache war. Bis zu 800 Kilogramm konnte der Hubschrauber mit einem Mal heben und musste circa alle 90 Minuten betankt werden, was auf dem Gelände der Mark-E in Werdohl-Elverlingsen passiert ist, da dort die Infrastruktur für solche Vorgänge vorhanden ist und genutzt werden kann. Auch am Mittwoch wird der Hubschrauber dort tanken. Weil das dieses Mal allerdings ohne Lasten passiert, entfallen die temporären Straßensperrungen für den Überflug, die letztes Mal mit Ampel-Anlagen geregelt wurden.

Sehenswert wird es trotzdem. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse spricht der Märkisches Kreis davon, dass „spektakuläre Flugmanöver“ zu beobachten sein werden. „Das ist zum Beispiel möglich, wenn der Hubschrauber auf dem Mitarbeiterparkplatz Material aufnimmt“, sagt Alexandra Weber. Weiterhin: „Weil die Rotorblätter den Fenstern der Jugendherberge im Rahmen des Einsatzes sehr nah kommen können, wird für die nötige Sicherheit der Gäste und Besucher mit ausreichender Beschilderung, Information und Absperrung gesorgt“, berichtet der Märkische Kreis in einer Mitteilung und bittet, diese Informationen zu beachten.

Für die Dauer der Arbeiten wird der Mitarbeiterparkplatz an der Burg voll gesperrt – seit Montag, 24. Oktober, bis voraussichtlich Freitag, 28. Oktober. Das liegt daran, dass die Vor- und Nachbereitung des Flugtages sehr aufwendig sei, um die Flugzeiten so kurz und effizient wie möglich zu gestalten, berichtet Hannah Heyn auf Nachfrage. „Sobald die Nacharbeiten abgeschlossen sind, wird der Parkplatz wieder freigegeben.“

Auch die Hubschrauber-Arbeiten am Mittwoch werden von der Firma Salmen aus Meschede durchgeführt. Begonnen hatte die umfangreiche Felssicherungsmaßnahme Anfang dieses Jahres. Neben einem Hubschrauber kamen schon Höhenkletterer sowie ein Schreitbagger zum Einsatz, der die Bohrungen für die Anker der Sicherungsnetze vorgenommen hat.

Die zu Anfang vom Märkischen Kreis veranschlagten Kosten von 1,5 Millionen Euro sollten nicht ausreichen. Aufgrund von erforderlichen Mehrarbeiten nannte die Behörde zuletzt Kosten in Höhe von 2,2 Millionen Euro brutto für die Felssicherung.

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