„Dieses Angebot ist einfach unsittlich“

ALTENA - In zwei Jahren werden die Altenaer zu den Urnen gerufen, um einen neuen Stadtrat zu wählen. Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein (CDU) hätte dann noch eine einjährige Amtszeit vor sich, weil die Landesregierung beide Amtsperioden bewusst entkoppelte.

Jetzt gibt es vom Land das Angebot, dass auch die Bürgermeister freiwillig ihre Amtszeiten ohne finanzielle Einbußen um 12 Monate verkürzen könnten. Dann könnten Rats- und BM-Wahl 2014 wieder gemeinsam stattfinden. Für Hollstein ist dieser „goldener Handschlag“ in Zeiten knapper Landeskassen nicht nachvollziehbar und sei unter dem Spardiktat auch keinem Bürger vermittelbar. Und an die Adresse der Rot-Grünen-Landesregierung in Düsseldorf gerichtet spricht der Altenaer gar von einem „unsittlichen Angebot“.

Hollstein hat sich aber noch nicht festgelegt, ob er nun sechs Jahre „durchzieht“ oder doch bereits 2014 erneut als Spitzenkandidat antritt. Er gehöre aber zum Beispiel im Städte- und Gemeindebund der Fraktion an, die sich immer für eine achtjährige Amtszeit eines Verwaltungschefs stark gemacht habe, sagte er auf Anfrage. Das mache einfach Sinn, wenn man als Bürgermeister für seine Stadt wirklich etwas bewegen wolle.

von Johannes Bonnekoh

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