Diese Projekte beschäftigen Altena 2021

Die Feuerwache an der Bachstraße.
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Die Feuerwache an der Bachstraße.

Ein Ausblick auf das Jahr 2021? Das ist eine schwierige Aufgabe. Schließlich weiß niemand so genau, wie es weitergeht mit Corona. Ob und wann sich das Leben wieder normalisiert, das hat zum Beispiel Einfluss auf Veranstaltungen. Ob es im August einen Mittelaltermarkt geben wird, steht völlig in den Sternen. Der Kulturring hat sich (s)eine Programmplanung bisher erspart. Mut beweist hingegen die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft.

Altena - Die FWG hat zwar ihr Schützenfest abgesagt, will aber am 5. Juni eine große Party feiern. Weil heute niemand weiß, was dann erlaubt ist, heißt sie „alles was geht-Party“.

Beim „Summer of pioneers“ sollen Kreative aus ganz Deutschland ab Mai über die Folgenutzung der Itani-Brache und andere Problemstellungen nachdenken. Auch diesem Vorhaben könnte Corona einen Strich durch die Rechnung machen.

In der Politik steht eine ganze Reihe von Aufgabenfeldern an. Wie sie abgearbeitet werden können hängt auch davon ab, wie sich die kommunalen Finanzen entwickeln – es ist zu befürchten, dass die Einnahmen aus der Gewerbe- und der Einkommenssteuer zurückgehen könnten. Ob Bund und Land das ein weiteres Mall auffangen werden, ist unklar. Folgende Themen stehen in der Kommunalpolitik aber auf jeden Fall an:

Feuerwehr

Seit knapp einem Jahr existiert ein Brandschutzbedarfsplan, der den Bau einer neuen Feuer- und Rettungswache und von drei Gerätehäusern in Evingsen, Großendrescheid und in der Rahmede vorsieht. Vor allem bei letzterem drängt die Zeit, weil die Löschgruppe Rahmede in angemieteten Räumen untergebracht ist, für die der Mietvertrag bald ausläuft. Auch eine Personalie steht zur Entscheidung an: Die Wiederbesetzung der Stelle der hauptzamtlichen Leitung der Feuer- und Rettungswache.

Kindergärten

Seit einigen Jahren gibt es mehr Kinder als erwartet. Deshalb müssen zusätzliche Kindergartenplätze geschaffen werden, was die Träger (in Altena sind das neben den Kirchen die Awo und die Johanniter) vor finanzielle Probleme stellt. Sie erwarten, dass die Kommune sich über das bisherige Maß hinaus an den Kosten beteiligt. Schon jetzt kostet die Betreuung von Kindern unter sechs Jahr den die Stadt schon über vier Millionen Euro pro Jahr.

Burg Holtzbrinck

Burg Holtzbrinck

Für mehr als 1,3 Millionen Euro wurde die Burg Holtzbrinck vier Jahre lang saniert und so umgestaltet, dass sie besser als bisher für Tagungen und Feiern genutzt werden kann. Bis heute fehlt aber ein Konzept, das festlegt, wer in der Bürgerburg was darf – und zu welchen Konditionen.

Stapelcenter und altes Krankenhaus

Beides sind problematische Komplexe, für die eine Lösung gefunden werden muss. In der Vergangenheit war die Kommunikation zwischen den jeweiligen Eigentümern und der Stadtverwaltung nicht immer ganz einfach. Mit den Eigentümern des Stapelcenters hat der neue Bürgermeister Uwe Kober bereits ein erstes Gespräch geführt. Er bemüht sich auch um Kontakte zu den Inhabern des Krankenhauses. In diesem Zusammenhang: Eine weitere Problem-Immobilie ist der Rohbau der Bergstiftung an der Kirchstraße. Hier wird sich 2021 entscheiden, ob der Abbruch erfolgen kann. Dazu müssten alle Beteiligten einem vom Landgericht vorgeschlagenen Vergleich zustimmen.

Innenstadt wichtigstes Thema

Personalausstattung im Rathaus

Der Sparkurs der vergangenen Jahrzehnte hat in der Stadtverwaltung Spuren hinterlassen, es bleiben Aufgaben liegen. Mit der Einstellung von Andreas Kisker als Nachfolger von Roland Balkenhol ist ein Anfang gemacht, weitere Stellen beispielsweise für eine IT-Fachkraft sollen folgen. Außerdem werden auch 2021 Ausbildungsstellen im Rathaus und auch auf der Feuer- und Rettungswache geschaffen.

Die Belebung der Innenstadt hielten die Altenaer in einer AK-Umfrage für das wichtigste kommunale Thema überhaupt. Nachdem in dieser Hinsicht in der Vergangenheit eher wenig passiert ist, gab es kurz vor dem Jahreswechsel einen Lichtblick, als Stadt und Stadtmarketing an einem Strang zogen und die Wintermeile ins Leben riefen – eine Aktion, bei der Hobbyhandwerkern und -künstlern leerstehende Ladenlokale zur Verfügung gestellt wurden. Zwar beendete der Lockdown dieses Pop Up vorzeitig, es kam aber sehr gut an. 2021 sollen nach Möglichkeit ähnliche Projekte durchgeführt werden, womöglich schon an Ostern.

Rosmart 2.0

Der Gewerbepark Rosmart läuft voll, es werden neue Flächen für Gewerbe und Industrie gebraucht. Es gibt Überlegungen, den Gewerbepark in Richtung Südosten zu erweitern. Für die erste, 11,7 Hektar große Ausbaustufe liegt ein erstes Gutachten des Büros Froelich & Sporbeck GmbH & Co. KG aus Bochum vor. Es ist eindeutig: „Insgesamt ist das Vorhaben [...] mit den Belangen des Umweltschutzes vereinbar.“ Trotzdem ist vor allem der Werdohler Rat zögerlich, sieht Probleme mit dem Landschaftsschutz. Deshalb muss sich 2021 zeigen, ob es interkommunal weitergehen kann oder ob die Erweiterung nur von den Städten Altena und Lüdenscheid gewollt wird.

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