GemeindeSchwester Claudia Sauer verstärkt Team

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Neu im Team der ev. Kirchengemeinde Altena: Claudia Sauer.

Altena - „Bitte achten Sie auf die Schreibweise: ,GemeindeSchwester’ schreibt sich wirklich so“, sagt Pfarrerin Merle Vokkert. Sie und ihr Ehemann, Dr. Dietmar Kehlbreier, begrüßten bereits zum 1. Februar Claudia Sauer als neues Teammitglied der evangelischen Kirchengemeinde zu Altena.

Sauer ist 50 Jahre alt, Mutter von zwei Töchtern (13 und 15 Jahre) und wohnt mit ihrer Familie auf dem Nettenscheid. Sie stammt gebürtig aus Altena-Evingsen. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Damenschneiderin und studierte anschließend Bekleidungstechnik und war dann mehrere Jahre für ein Unternehmen im Raum Würzburg als Diplom-Ingenieurin tätig. Vor sechs Jahren zog es sie wieder zurück in ihre Heimat.

Jetzt freut sie sich, „meine Kirchengemeinde, dort, wo meine Tochter noch in diesem Jahr konfirmiert wird, in der diakonischen Gemeindearbeit unterstützen zu dürfen.“

„Wir haben kaum Mittel für Kirchenmusik, aber wir stellen eine GemeindeSchwester neu ein“, sagt Pfarrerin Merle Vokkert. „Das ist kein Widerspruch, man muss wissen, dass dieser unverzichtbare Dienst an unserer Gemeinde aus einem, na sagen wir mal salopp, ganz anderem Finanz-Topf bezahlt wird. Das war mir schon wichtig zu erwähnen.“

Claudia Sauer hat bereits in einer diakonischen Einrichtung als Leiterin einer Näherei gearbeitet. Nach der Geburt ihrer Töchter sei für sie klar gewesen, ihre Kinder erst einmal großzuziehen und „zu begleiten.“ Schon während dieser Zeit arbeitete sie aber ehrenamtlich im Schulcafé mit, leitete in ihrer Freizeit noch eine Koch- und Nähgruppe und engagierte sich zusätzlich im Förderverein der Stadtbücherei Altena.

Im vergangen Jahr wurde sie dann eher zufällig auf das Amt einer GemeindeSchwester aufmerksam. „Ich habe mir überlegt, das wäre etwas, um meine Gaben und meine Orientierung in diese neue Herausforderung zu stecken. Denn so sehe ich diese Tätigkeit, die zunächst auf zehn Wochenstunden angelegt ist“, sagt sie.

Und was soll eine GemeindeSchwester konkret tun beziehungsweise bewirken? „Als GemeindeSchwester werde ich nicht in der Krankenpflege benötigt, das möchte ich klarstellen. Dieser Bereich ist professionell voll abgedeckt. Ich werde vielmehr die Kirchengemeinde bei der Erfüllung der diakonischen Gemeindearbeit unterstützen.“ Dazu gehören generationsübergreifende Aktionen, Kontaktstunden in Grundschulen, Tauferinnerungsgespräche, familienbegleitende Angebote, Seelsorge, Vermittlung, Besuche bei Gemeindegliedern und vieles mehr.

Deshalb besucht die Altenaerin in den kommenden drei Jahren noch berufsbegleitend einen diakonisch-theologischen Weiterbildungslehrgang in Witten. Seine Schwerpunkte: Theologische Fragen, Inhalte von Seelsorge, Wissen um biblische Inhalte, Gesprächsführung und Methodenkompetenz.

Claudia Sauer abschließend: „Der evangelischen Kirchengemeinde Altena bin ich seit Jahren sehr verbunden und werde sie mit viel Gestaltungsfreude unterstützen. Ich weiß, hinter mir stehen eine engagierte Pfarrerin, ein engagierter Pfarrer, ein aufgeschlossenes Presbyterium und eine sympathische Gemeinde.“

Von Johannes Bonnekoh

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