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B236-Brücken-Sperrung in Altena: Umleitungs-Gespräch am Dienstag

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Von: Jona Wiechowski

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Diese Brücke über die Bahnschienen wird für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt - und zwar ab Donnerstag, 19. Januar.
Diese Brücke über die Bahnschienen wird für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt - und zwar ab Donnerstag, 19. Januar. © Volker Heyn

Ab Donnerstag, 19. Januar, wird die B236-Brücke an der Bahnhofstraße über die Bahngleise Am Halse für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Ausschlaggebend dafür sind erhebliche Schäden, die Straßen.NRW vor Kurzem bei einer Sonderprüfung gefunden hatte. Alternativen zu diesem Weg, der seit der A45-Sperrung zu einer wichtigen Umleitungsstrecke geworden ist, gibt es kaum. Chaos ist vorprogrammiert.

Altena – „Die nächste Katastrophe“, sagt Bürgermeister Uwe Kober. Die Stadt Altena habe erst einen Tag vor der Öffentlichkeit – nämlich am Donnerstag – von der geplanten Sperrung erfahren. Und davon, dass diese aufgrund der Schäden, die sich in den vergangenen Monaten sehr verschlechtert hätten, alternativlos sei. Eigentlich habe Straßen.NRW die Strecke schon ab Montag für alles über 3,5 Tonnen sperren wollen.

Das ganz große Problem: Wie kann der Verkehr umgeleitet werden? Am Dienstag wird es dazu ein Gespräch mit den Verantwortlichen geben. Was dabei herumkommt, ist nicht abzusehen. „Wir haben noch keine weiteren Infos“, sagt Kober. Jedenfalls: Der ganze Verkehr könne wohl kaum durch die Innenstadt geleitet werden.

Sperrung erfolgt „bis auf Weiteres“

Gegen Freitagnachmittag hatte Straßen.NRW die Sperrung öffentlich bekanntgegeben. Auf Nachfrage erklärt deren Sprecher, Andreas Berg, dass diese „bis auf Weiteres“ erfolge und ein genauerer Zeitraum noch überhaupt nicht kommuniziert werden könne. Ein Neubau sei nicht unwahrscheinlich.

Die „verkehrliche Überbelastung“ habe dazu geführt, dass Straßen.NRW in der jüngeren Vergangenheit zwei Maßnahmen ergriffen habe, erläutert Berg auf Nachfrage der Redaktion. Einerseits musste die Fahrbahn der Brücke saniert werden, was Mitte vergangenen Jahres über mehrere Wochen per halbseitiger Sperrung passiert ist. Andererseits seien regelmäßige Sonderprüfungen veranlasst worden. Die letzte Prüfung, die Ende vergangenen Jahres stattgefunden hat, habe eine erhebliche Rissbildung im Bereich der Längsträger sowie Schäden an den Brückenlagern ergeben. Die Sperrung für den Verkehr über 3,5 Tonnen ist die Folge.

Die angekündigte Sperrung stellt die verkehrstechnisch seit Jahren gebeutelte Region unter eine weitere, harte Belastungsprobe und schlägt weit über Altena hinaus hohe Wellen. Der WDR schaute sich am Montag vor Ort um – für Radio und Fernsehen. Die heimischen SPD-Politiker Bettina Lugk und Gordan Dudas äußerten ihre Bedenken. Es sei fatal, dass hier nun ein Domino-Effekt eintrete, sagte Dudas. Über eine Anfrage mit dem Titel „Weitere Brückensperrung in Südwestfalen – was tut die Landesregierung zur Unterstützung der Wirtschaft in der Region“ wollen die Sozialdemokraten das Thema in den Düsseldorfer Landtag bringen: in die Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie am Mittwoch, 18. Januar. Es wird um einen mündlichen Bericht gebeten.

Altenaer Brücke keine Ausnhame

Seit über einem Jahr ist die Rahmedetalbrücke im Verlauf der Autobahn 45 gesperrt. Seitdem läuft der Schwerlastverkehr gezwungenermaßen vermehrt auch über die B236. Die beschädigte Brücke in Altena ist im Verlauf dieser Strecke keine Ausnahme: Über die marode Nachrodt-Wiblingwerder Lennebrücke geht es seit Jahren nur einspurig. Ein Neubau ist seit Jahren Thema. Einen finalen Termin gibt es bis heute nicht. In Werdohl lief der Verkehr gut sieben Jahre einspurig über die Lennebrücke, bis im vergangenen Jahr eine Behelfsbrücke in Betrieb genommen werden konnte, sodass der Verkehr hier immerhin wieder zweispurig fließt. Ein Neubau soll in den nächsten Jahren kommen.

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