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Die Hitzewelle kommt: So bereitet sich Altena vor

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Von: Thomas Bender

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Ein Thermometer an einer Hauswand klettert am Nachmittag in Richtung der 40-Grad-Marke.
Die Hitzewelle soll ab Anfang nächster Woche auch den Märkischen Kreis erreichen. © Frank Rumpenhorst/dpa

Trinken, trinken, trinken – jeder weiß, worauf gerade ältere Menschen bei Hitze achten müssen. Das Problem: Die meisten tun es nicht.

Davon weiß auch Kornelia Tymoszuk ein Lied zu singen. „Es reicht nicht, eine Flasche Wasser auf den Nachttisch zu stellen“, berichtet die Pflegedienstleiterin des Ellen-Scheuner-Hauses. In der Altenpflegeeinrichtung bereiten sich die Verantwortlichen derzeit auf die Hitzewelle vor, die auch den Märkischen Kreis in der kommenden Woche erreichen soll und unter der vor allem Senioren besonders zu leiden haben dürften.

1,5 bis zwei Liter Wasser am Tag sollen es wenigstens sein, bei großer Hitze sogar noch mehr – das entspricht wenigstens drei Flaschen Mineralwasser. „Man muss die Bewohner immer wieder dazu motivieren, so viel zu trinken“, sagt die erfahrene Altenpflegerin. „Man muss bei ihnen bleiben, sich zu ihnen setzen und warten, bis sie ausgetrunken haben.“

Auch Pflegedienste sind sensibilisiert

Das funktioniert in der stationären Pflege. Was aber ist mit Senioren, die noch in den eigenen vier Wänden leben? Manche von ihnen bekommen täglich Besuch vom Pflegedienst. „Wir achten gerade bei großer Hitze sehr auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme“, sagt Simone Kubitz, die für Altena und Lüdenscheid zuständige Pflegedienstleitung der Diakonie Mark/Ruhr. Die Pflegekräfte weisen bei Hitzewellen bei jedem Besuch darauf hin, dass genug getrunken werden muss und achten auf Symptome, die auf Flüssigkeitsmangel hinweisen könnten, wie zum Beispiel eine Verwirrtheit. Wenn Handlungsbedarf bestehe, setze man sich mit den Angehörigen in Verbindung, sagt Kubitz. Denen rät die Fachfrau zu regelmäßigem Kontakt, stets sollte die Notwendigkeit der Flüssigkeitsaufnahme thematisiert werden. Wenn es gar nicht anders gehe müsse man unter Umständen auch über zusätzliche Besuche durch den Pflegedienst nachdenken.

Und sonst? „Wir achten darauf, dass die Vorhänge zugezogen sind“, sagt Tymoszuk. Und auch die Küche reagiere auf Wetterlagen wie die, die für die kommende Woche angekündigt ist: „Es gibt dann eher leichte Kost, zum Beispiel Milchreis mit Früchten“.

Belastung auch für das Pflegepersonal

Simone Kubitz weist auf einen im Zusammenhang mit der Hitze kaum beachteten Aspekt hin: „Das ist auch für das Pflegepersonal eine enorme Belastung.“ Das gelte vor allem für diejenigen, die bei der Hitze mit dem Auto unterwegs sein müssten.

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