Wechselunterricht an weiterführenden Schulen

Vor Neustart am Montag: Die Corona-Lage an den Schulen in Altena und Nachrodt

Masken gehören ab Montag wieder zum Schulalltag vieler Schüler. Denn ab 15. März kehren alle Jahrgangsstufen in einem Wechselmodell zum Präsenzunterricht zurück.
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Masken gehören ab Montag wieder zum Schulalltag vieler Schüler. Denn ab 15. März kehren alle Jahrgangsstufen in einem Wechselmodell zum Präsenzunterricht zurück.

Rückkehr in die Schule trotz hoher Inzidenz im MK und mehreren Fällen an Schulen: Wie ist die Lage an den Schulen in Altena und Nachrodt? Ein Überblick.

Altena/Nachrodt – Die Schüler der Klassen fünf bis zehn wieder werden ab Montag wieder in den Schulen unterrichtet. Für 14 Tage, bis zum Beginn der Osterferien, gibt es also wieder Schule für alle, wenn auch „light“ und wechselweise. Das sorgt in Nachbarstädten wie Lüdenscheid und Halver für starke Kritik angesichts der hohen Inzidenzzahl im MK.

Zumal es mehrere Corona-Fälle an Schulen im Kreis gibt, seitdem die Grundschüler und Jugendlichen der Abschlussklassen seit zwei Wochen wieder zurück in den Schulen sind. Die gute Nachricht: Es gibt bislang keine Corona-Fälle an den Schulen in Altena und Nachrodt, wie Alexander Bange aus der Pressestelle des Märkischen Kreises auf Nachfrage mitteilt.

Die beiden weiterführenden Schulen in Altena bereiten sich auf die weiteren Schüler vor, die Konzepte für den Wechselunterricht stehen. .Das Burggymnasium steht zweifellos vor der größten Herausforderung: Dort gilt es, den Unterricht für 800 Schüler unter Coronaschutz-Bedingungen zu organisieren.

Burggymnasium Altena: Corona-konformen Unterricht für 800 Schüler organisieren

Doch Hans-Ulrich Holtkemper bleibt gelassen. Zwei Wochen nach Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts für die Abschlussklassen Q1 und Q2 stellt der Leiter des Burggymnasiums fest: „Es läuft gut.“ Die Schüler seien froh, wieder im BGA zu sein. Man habe verschiedene Wechselmodelle besprochen und sich letztlich für die Möglichkeit entschieden, „die die wenigsten Nachteile hat“, sagt Holtkemper.

Das bedeutet: In der kommenden Woche erscheinen alle Schüler der a- und c-Klassen einer Jahrgangsstufe in der Schule. Der Unterricht findet nach Stundenplan statt. Die Klassen werden geteilt und auf zwei nebeneinander liegende Räume verteilt.

Wechselunterricht auch nach Ostern gut möglich

Die b- und d-Klassen erhalten derweil weiterhin Distanzunterricht und sind in der Woche danach in der Schule. Grundsätzlich gilt: Die Klassenlehrer teilen die Klassen in zwei gleich große Gruppen ein und legen fest, wer in welchem Raum sitzt. Die Lehrer pendeln dann zwischen beiden Räumen. Grundlage für die Einteilung ist die zweite Fremdsprache.

Mit diesem Modell will sich das BGA auf längerfristigen Wechselunterricht einstellen. Schließlich werde darüber gesprochen, diesen auch nach den Osterferien weiterzuführen, so Holtkemper. „Wir haben deshalb versucht unter den verschiedenen Möglichkeiten von Wechselmodellen eine Form zu finden, die auch nach den Osterferien tragbar ist.“

Sekundarschule in Altena und Nachrodt: Täglicher Wechsel

Etwas anders sieht die Lösung der Sekundarschule aus: Dort gibt es tageweise wechselnden Präsenzunterricht für die Klassen fünf bis neun. „Stabile Lerngruppen in verkleinerter Stärke“ waren auch dort die Vorgaben, berichtet Schulleiterin Anne Rohde.

Das habe organisatorisch natürlich schon Probleme bereitet, weil man die Schüler für Wahlpflichtfächer und Kurse in der Zusammensetzung nicht habe mischen dürfen. Schüler, die nicht im Präsenzunterricht sind, erhalten für den jeweiligen Tag Hausaufgaben.

Grundschulen: Zufrieden mit Wechselmodell

Für die 380 Schülerinnen und Schüler hat Anne Rohde eine Botschaft: „Wir freuen uns, dass wir die Schüler wieder dreidimensional sehen werden.“ Der Lernbetrieb für die Abschlussklassen sei bislang auf jeden Fall „reibungslos angelaufen“.

Und wie sieht es mit den Erfahrungen des Wechselunterrichts in den Grundschulen nach zwei Wochen aus? „Wir machen weiter mit dem Wechselunterricht“, sagt Jörg Schlüter, Leiter der Grundschule am Breitenhagen. Der Unterricht habe erfolgreich Fahrt aufgenommen und laufe weitgehend komplikationslos. „Die Eltern haben sich daran gewöhnt“, sagt Schlüter. „Es ist gut, dass wir die Kinder wiedersehen.“ Wie es nach den Osterferien weitergeht, müsse derzeit noch offen bleiben. Alle Infos zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem News-Blog.

Mehr Busse für Schüler

Bereits ab Montag, 15. März, wird es sogenannte Verstärkerfahrten im Schülerverkehr in Altena geben, damit die Kinder und Jugendlichen corona-konform und mit ausreichend Abstand in die Schule gelangen. Dafür wird zusätzlich zu den Linienbussen der MVG das Evingser Busunternehmen Bösert im Einsatz sein. So wie es bereits Ende 2020 geplant war.

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