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Die Blätter fallen – wer muss fegen?

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Von: Thomas Bender

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Laub auf den Gehwegen und an den Straßenrändern ist jedes Jahr wieder ein Ärgernis auch in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde. Häufig sind hier die Anwohner in der Pflicht.
Laub auf den Gehwegen und an den Straßenrändern ist jedes Jahr wieder ein Ärgernis auch in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde. Häufig sind hier die Anwohner in der Pflicht. © Marcus Brandt

Zu heiß, zu trocken – der Sommer 2022 hat lang anhaltende Folgen. Eine davon: Es herbstelt früher als gewohnt.

Das führt zu der Frage, wer eigentlich das Laub zusammenkehren muss. Sowohl in Altena als auch in Nachrodt-Wiblingwerde ist das durch Satzungen geregelt.

In beiden Fällen heißt es zur Reinigungspflicht: Die Kommune „betreibt die Reinigung der dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen, Wege und Plätze (öffentliche Straßen) innerhalb der geschlossenen Ortslagen, bei Bundesstraßen, Landstraßen und Kreisstraßen jedoch nur der Ortsdurchfahrten, als öffentliche Einrichtung“. Allerdings folgt der Haken: „(...) soweit die Reinigung nicht (...) den Grundstückseigentümern übertragen wird“.

Wie oft muss gefegt werden?

Das tun beide Kommunen. Nachrodt-Wiblingwerde legt fest, dass für die Reinigung der Gehwege grundsätzlich die Anwohner zuständig sind. Wo es keine gibt, müssen sie einen 1,50 Meter breiten Streifen entlang ihrer Grundstücksgrenzen freihalten. Altena kennt einige wenige Straße, deren Anwohner sich um keinerlei Straßenreinigung kümmern müssen – zum Beispiel die Lennestraße. Ansonsten gilt: Für den Gehweg sind die Anlieger zuständig.

Und wie oft muss gefegt werden? Im Herbst, wenn das Laub fällt, immer dann, wenn es gefährlich wird, heißt es explizit in der Altenaer Satzung, während der Begriff Laub im Regelwerk der Doppelgemeinde nicht vorkommt. Ansonsten gilt in beiden Kommunen, das einmal pro Woche gefegt werden muss – „in der Regel samstags“, heißt es in Nachrodt, wo die Satzung ansonsten nicht weiter ins Detail geht.

Altenaer Satzung geht ins Detail

Das sieht in Altena ganz anders aus, dort geht man ins Detail: „Die Gehwegreinigung umfasst unabhängig vom Verursacher auch die Beseitigung von Unkraut und sonstigen Verunreinigungen. Sonstige Verunreinigungen sind insbesondere tierische Exkremente, Zigarettenschachteln und andere Verpackungen. Laub und zwischen den Platten, Pflastersteinen bzw. aus Schadstellen in der Oberfläche heraus sprießendes Grün sind ebenfalls Fremdkörper.“ Da muss also nicht nur gefegt, sondern auch gezupft werden.

Die Bürger müssen den Dreck nicht nur wegmachen, sie müssen ihn auch beseitigen – das schreiben beide Kommunen vor. Aber wohin damit? Wenn es sich wirklich nur um Laub handelt, bieten sich die Grünabfallcontainer an, die es in beiden Kommunen gibt. Außerdem kann man den Grünabfall zu den Bringhöfen des Zweckverbandes für Abfallbeseitigung (ZfA) bringen.

Grünabfallabfuhr: Zehn Termine im Jahr

Darüber hinaus gibt es die Grünabfallabfuhr mit jährlich zehn Terminen. Einer steht noch aus und zwar am Montag, 14. November in Nachrodt-Wiblingwerde als auch in Altena. Wer das nutzen will, muss seinen Grünabfall im Vorfeld durch eine besondere Karte bei der Gemeindeverwaltung beziehungsweise bei der Stadtverwaltung anmelden. Alternativ kann die Anmeldung online erfolgen – bis spätestens Donnerstag vor dem Abfuhrtermin unter www.zfa-iserlohn.de.

Die angemeldeten Grünabfälle sollten am Abfuhrtag bis 6 Uhr gebündelt (mit Bindfaden) beziehungsweise in Papiersäcken am Straßenrand liegen. Papiersäcke gibt es gratis bei der Gemeindeverwaltung im Zimmer 1 – allerdings nur in begrenzter Stückzahl. In Altena bekommt man sie im Bürgerbüro.

Keine zusätzlichen Kosten für den Bürger

Unter Grünabfälle fallen Grasschnitt, Laub-, Baum- und Strauchreste sowie „andere verrottbare Grünteile aus dem Gartenbereich“. Baum- und Strauchteile sollten dabei eine Länger von einem Meter bei einem maximalen Durchmesser von 20 Zentimeter nicht überschreiten. „Zusätzlichen Kosten entstehen den Bürgern nicht. Die Kosten sind bereits in der Abfallentsorgungsgebühr enthalten“, heißt es in der Satzung.

Wobei das Interesse an diesem Service überschaubar ist: In Altena wurden 2021 rund 15,7 Tonnen Grünabfall abgeholt, in Nachrodt-Wiblingwerde waren es 7,5 Tonnen. Zum Vergleich: In den Containern landeten in beiden Kommunen insgesamt fast 1 700 Tonnen.

Container-Standorte in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde

Für Altena gibt der Zweckverband für Abfallbeseitigung Grünabfallcontainer an folgenden Standorten an: Drescheider Straße (Schulhof der ehemalige Förderschule), Europaring (Nettenscheid), Finkenweg (Breitenhagen), Graf-Adolf-Straße (Wendehammer), Hegenscheider Weg/Feldstraße, Hemecker Weg, Hermann-Voß-Straße (Stadion Pragpaul), Ihmerter Straße (Evingsen Schützenplatz), Kolberger Straße/Königsberger Straße, Mondhahnstraße (Dahle, Hallenbad), Rosmart (Haltestelle neben Fensterbau Losigkeit), Siepenschlade sowie Westerfelder Straße (Schule Dahle),

In der Doppelgemeinde Nachrodt-Wiblingwerde gibt es insgesamt drei Standorte für Grünabfallcontainer: Turnhalle Wiblingwerde (Nachrodter Straße), Lennehalle Holensiepen sowie den Containerstandplatz Helbecker Weg.

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