Dichtigkeitsprüfung nur in Wasserschutzzonen

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Die generelle Prüfpflicht von Hausanschlüssen wird ausgesetzt. Lediglich in Wasserschutzzonen und bei industriellen Einleitern muss regelmäßig geprüft werden.

Altena -  Wenn Dienstag der Betriebsausschuss tagt, dann dürfte auch der Schlussstrich unter ein leidiges Kapitel gezogen werden: Die Verwaltung schlägt eine neue Entwässerungssatzung vor, die sich an der landesweiten „Verordnung zur Selbstüberwachung von Abwasseranlagen“ orientiert. Damit ist die generelle Prüfpflicht für Hausanschlüsse vom Tisch.

Nur noch in Wasserschutzzonen und bei industriellen Einleitern muss in regelmäßigen Abständen die Funktionsfähigkeit der Anschlüsse überprüft und nachgewiesen werden - und dann, wenn der konkrete Verdacht besteht, dass mit der Grundstücksentwässerung etwas nicht in Ordnung ist.

Genau das ist nach Mitteilung der Verwaltung in Teilen von Dahle und Evingsen der Fall. Der Ruhrverband habe mitgeteilt, dass es einen hohen Anteil so genannten Fremdwassers in den Altenaer Kanälen gebe, sagte Marc Bunse gestern in seiner Eigenschaft als Chef des Abwasserwerks. Das „behindert auf vielfältiger Weise einen optimierten Betrieb zur Abwasserableitung und –behandlung und sollte vermieden bzw. vermindert werden“, heißt es in der Vorlage. Ein erheblicher Anteil von Fremdwasser stammt nach Ansicht der Verwaltung aus privaten Anschlussleitungen. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn Drainagen falsch angeschlossen sind oder auf Grundstücken vorhandene Quellen in das Abwassernetz eingespeist werden.

Weil das nicht sein soll, schlägt die Verwaltung vor, heute auch ein Fremdwassersanierungskonzept zu verabschieden. Ein wesentlicher Bestandteil dessen ist eine Prüfpflicht für eine Reihe von Grundstücken in Dahle und Evingsen. Deren Inhaber sollen dazu verpflichtet werden, ihre Kanäle bis Ende 2015 prüfen zu lassen und entsprechende Unterlagen beim Abwasserwerk vorzulegen.

In Evingsen sind davon insgesamt 39 Grundstücke unter anderem an der Ihmerter und Springer Straße, an der Wulferschlaa und am Lampfer Weg sowie an der Straße Hütte betroffen. In Dahle sollen 23 Leitungen vor allem im Bereich Hochstraße und Niedermöllerstraße geprüft werden. Am Steinwinkel sind fünf Grundstücke betroffen. - ben.

Der Betriebsausschuss tagt Dienstag ab 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses. Die Sitzung ist öffentlich.

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