Im Drei-Städte-Eck

DHL baut neues Verteilzentrum im MK 

Deutsche Post DHL macht bezüglich ihrer Packstationen eine folgenreiche Ankündigung.
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DHL baut ein neues Verteilzentrum im MK.

Ein neues Verteilzentrum baut DHL im MK. Die Fläche hat das Unternehmen an einem praktischen Standort im Drei-Städte-Eck gekauft.

Im Gewerbepark Rosmart sind kurz vor dem Jahreswechsel zwei weitere Grundstücke verkauft worden. Das teilt die Gesellschaft für Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mit. Eine 11 500 Quadratmeter große Fläche zwischen der Firma MN Kaltformteile und dem Hof Bredde geht an das Logistik-Unternehmen DHL. Die Firma Straßen- und Tiefbau Geiger hat ein etwa halb so großes Grundstück im Anschluss an das neue Brandschutz-Zentrum des Kreises gekauft, um ihren Firmensitz dorthin zu verlagern. Bisher befindet er sich an der Paulmannshöher Straße in Lüdenscheid.

DHL will im Gewerbepark eine „betriebliche Einheit für die Paketzustellung“ bauen. Das bestätigte Achim Gahr, der Leiter der für NRW zuständigen DHL-Pressestelle in Düsseldorf, ohne nähere Einzelheiten nennen zu wollen. Für ein großes Logistikzentrum ist die Fläche allerdings zu klein.

Kaum mehr Platz im Gewerbepark Rosmart

Sie ist eher vergleichbar mit der am Brachtenbecker Weg, auf der der Zustellstützpunkt für Altena steht. Gut denkbar also, dass auf Rosmart eine ebensolche Einrichtung geschaffen werden soll – am ehesten für Lüdenscheid, wo die Enge im Innenhof des Postgebäudes am Rathausplatz schon länger ein Thema ist.

Damit wird der Platz langsam knapp im Gewerbepark: Nur noch eine Handvoll meist kleiner Grundstücke steht dort zur Verfügung. Bedarf sei trotz Corona vorhanden, betont die GWS: Allein im letzten Jahr seien im Märkischen Kreis insgesamt 15 Gewerbeflächen mit einer Gesamtgröße von etwa neun Hektar an Unternehmen verkauft worden. Die Folge: Vor allem im südlichen Kreisgebiet schwinden die Reserven,

Gewerbeflächen: Große Nachfrage trotz Corona

Neue Flächen entstehen hingegen an der Grenze zum Kreis Unna mit der Erschließung des Mendener Gewerbeparks „Hämmer-Süd“. Ob die für Betriebe beispielsweise aus Plettenberg oder Lüdenscheid interessant seien, sei allerdings fraglich, meint GWS-Geschäftsführer Jochen Schröder.

Im Meinerzhagener Gewerbegebiete Darmche konnten zwei Flächen in ähnlicher Größenordnung wie die in Rosmart veräußert werden. GWS-Projektleiter Marcel Krings erklärt: „Es hat sich gezeigt, dass es trotz der Pandemie eine große Nachfrage gibt.“ Eine „Corona-Delle“ lasse sich laut Krings nicht an den Zahlen ablesen.

Gewerbe: Immer weniger Flächen im MK

Hauptabnehmer der Flächen waren wie in den letzten Jahren auch die kleinen und mittleren Betriebe aus der näheren Umgebung. „Die vorhandenen Flächen dienen in erster Linie der heimischen Wirtschaft zur Standortsicherung und -erweiterung“, konstatiert Krings. Überregionale Neuansiedlungen seien immer noch eher die Ausnahme.

Die GWS-Analyse zeigt zudem, dass es langsam eng wird im Kreis: Standen im Jahr 2016 noch Flächenreserven in einer Größenordnung von etwa 86 Hektar zur Verfügung, waren es Ende 2020 nur noch rund 73 Hektar. Davon sind aber lediglich 33 Hektar sofort für den Unternehmer verfügbar. Viele der Grundstücke befinden sich demnach noch in der Entwicklung oder sind derzeit durch Optionsverträge blockiert.

Gewerbegebiet Rosmart: GWS fordert Erweiterung

„Wie wir bereits von einigen Jahren absehen konnten, verschärft sich die Situation von Jahr zu Jahr weiter“, schlägt GWS-Geschäftsführer Jochen Schröder Alarm. Umso größer werde seiner Ansicht nach der Handlungsdruck, neue Flächen zu entwickeln. Schröder weiter: „Flächensparende Nutzungskonzepte, Brachflächen-Revitalisierung und Home-Office-Lösungen lindern den Schmerz, werden ihn jedoch nicht beseitigen können. Wir befürchten, dass Unternehmen zunehmend gezwungen sind, über die Kreisgrenzen hinaus nach alternativen Standorten Ausschau zu halten.“

Umso wichtiger sei es laut Schröder, die verbliebenen Flächenpotenziale zügig zu entwickeln, die im Anfang 2018 veröffentlichten Gewerbeflächenkonzept identifiziert worden sind. Hierzu zähle zum Beispiel auch die Erweiterung des Märkischen Gewerbeparks Rosmart. Dafür gibt es aber viel Gegenwehr von Naturschützern. Und eine der drei Kommunen hat schon hingeworfen.

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