Neubau im Drei-Städte-Eck

DHL baut neue Zustellbasis im MK - zwei Standorte fallen weg

Großbaustelle auf Rosmart: Auf der Fläche zwischen der Firma MN Kaltformteile und dem Hof Bredde lässt die Deutsche Post/DHL eine Zustellbasis errichten.
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Großbaustelle: Hier lässt die Deutsche Post/DHL eine Zustellbasis errichten.

DHL lässt im MK eine neue Zustellbasis bauen. Der Neubau entsteht im Drei-Länder-Eck. Ab Mai fallen dafür zwei Standorte direkt in der Innenstadt zweier Städte weg.

Altena – Bagger, Kräne und weitere große Maschinen prägen das Bild auf der Fläche zwischen der Firma MN Kaltformteile und dem Hof Bredde im Gewerbepark Rosmart. Dort lässt DHL aktuell eine Zustellbasis bauen – und zwar als Ersatz für die beiden Stützpunkte in Lüdenscheid und Werdohl. Sie werden im Drei-Städte-Eck auf Rosmart zentralisiert.

Dort gibt DHL richtig Gas, der Zeitplan für das Bauprojekt ist sportlich. Mitte September erfolgte der Spatenstich, derzeit finden Erdarbeiten statt. „Da auf dem Grundstück ein relativ großes Gefälle ist, sind die Erdarbeiten zum Schaffen einer ebenerdigen Fläche aufwendig“, erläutert Jessica Balleer, Pressesprecherin der Deutsche Post/ DHL-Group in Düsseldorf. Doch bereits „Anfang Dezember beginnen wir mit dem Hochbau“. Die neue Zustellbasis soll bis Ende April 2022 fertig sein, „was einen Einzug Ende Mai bedeutet“, sagt die Pressesprecherin.

Zustell-Stützpunkte zu klein und zu eng

Nach dem Umzug zieht sich DHL aus den Innenstädten in Lüdenscheid und Werdohl zurück und gibt die Zustellstützpunkte am Rathausplatz und an der Freiheitstraße auf. „Abgemietet“ heißt das im DHL-Jargon. Bedeutet: „Die derzeitigen Immobilien sind langjährige Standorte und erfüllen heute nicht mehr unsere Anforderungen“, sagt Jessica Balleer. In Lüdenscheid ist die Enge im Innenhof des Postgebäudes am Rathausplatz schon länger ein Problem, auch in Werdohl sind die Kapazitäten mitten in der Innenstadt seit langer Zeit sehr begrenzt.

DHL-Baustelle auf Rosmart: Aufwändige Erdarbeiten sind nötig, um das Gefälle auf dem Gelände für die neue Zustellbasis auszugleichen.

Zeitgleich „steigen die Paketmengen im Netz von Deutsche Post/DHL seit Jahren. Im Jahr 2020 gab es einen Rekord von 1,6 Milliarden bearbeiteten Paketen bundesweit. Das hohe und voraussichtlich weiterhin moderat steigende Paketaufkommen erfordert mehr Fläche und noch bessere Arbeitsbedingungen für die Zustellkräfte“, sagt die Sprecherin zu den Gründen für den Neubau. Dieser biete ausreichend Fläche für beide Standorte.

Weitere Projekte im MK geplant

Zu den Kosten für den neuen Zustellstützpunkt auf Rosmart macht das Unternehmen auf Nachfrage keine Angaben. Die Deutsche Post/DHL hatte das 11 500 Quadratmeter große Grundstück auf Rosmart kurz vor dem Jahresende 2020 gekauft.

An den aktuellen Standorten in Lüdenscheid und Werdohl ist die Deutsche Post/DHL Mieter. „Der Mietvertrag wird zeitlich so auslaufen, dass ein reibungsloser Übergang gewährleistet ist, sobald das neue Gebäude bezugsfähig ist“, sagt Balleer. Wie die Räume und Flächen in den zentralen Lagen beider Städte ab Mitte des Jahres 2022 genutzt werden, ist unklar.

Es zeichnet sich ab, dass DHL nicht nur auf Rosmart investiert. „Weitere Projekt sind – auch im Märkischen Kreis – angestrebt, weil zweierlei Ziele klar sind: Deutsche Post DHL will bis 2050 sämtliche logistikbezogene Emissionen auf null reduzieren“ und „moderne Standorte“ schaffen. Doch mit Details zu weiteren Bauvorhaben in der Region hält sich das Unternehmen zurück. Jessica Balleer betont: „Zu weiteren Projekten und Vorhaben im Märkischen Kreis kann ich noch nichts sagen, was spruchreif wäre.“

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