Papierschöpfen und mit Federn schreiben

Die Kunst des Schreibens

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Zunächst wird das Papier aus dem Wasser-Pulpe-Gemisch abgeschöpft, ...

Altena - Ein Stück Papier nehmen, auf den Kugelschreiber drücken und loslegen – oder besser noch: Auf Tablet, Handy und Co. mit dem Finger munter drauf los tippen. Dass es nicht immer so einfach war mit dem Schreiben, konnten acht Kinder in einem Workshop im Drahtmuseum lernen.

Tinte und Federn lagen seit Kursbeginn am Dienstag bereit, doch benutzt werden konnten sie erst einen Tag später. Denn wie sollen die Kinder schreiben, wenn sie kein Papier haben? Das mussten sie sich erst in mühevoller Handarbeit herstellen. Drei Stunden schöpften, gautschten und pressten sie im Drahtmuseum, bis am Ende viele bunte Papiere auf dem Boden lagen und trockneten.

Damit die Kinder am Dienstag gleich mit dem Schöpfen loslegen konnten, hatte Museumsführerin Christa Möntmann bereits viel Vorarbeit geleistet. „Seit zwei Jahren sammle ich Eierkartons. Die habe ich – nach Farben sortiert – in kleine Schnipsel gerissen, eingeweicht und klein gemixt“, erzählt sie. Die daraus entstandene „Pulpe“ wird mit Wasser gemischt, aus dem anschließend mit den Schöpfrahmen das Papier geschöpft wird.

...dann wird in mehreren Schritten das Wasser aus der Masse gepresst.

Engagiert zeigten die Kinder am Dienstag, wie dann das Wasser mit Tapezierrollen herausgepresst wird und die Papiere von dem Rahmen gelöst werden. Ganz langsam, damit die dünnen Blätter nicht zerreißen, wurden sie zu zweit auf den Boden gelegt.

Am nächsten Tag wurde das Schreiben geübt.

Am Mittwoch stellten sich die Kinder der nächsten Herausforderung und lernten, dass auch das Schreiben früher einiges an Geschick erforderte. Die langen dünnen Federn ließen sich nur schwer halten und auch die verschnörkelten Buchstaben verlangten den Kindern einiges ab. Christa Möntmann erklärte den Jungen und Mädchen unter anderem, warum früher viel gemalt statt geschrieben wurde. Fast künstlerisch entstanden auch die Buchstaben der Kinder. Auch ein Besuch auf der Burg gehörte für die acht Kursteilnehmer zum Programm.

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