Vatteroth verlässt St.Vinzenz

Dr. Hans-Christian Vatteroth.

Altena - Die Deutsche Klinik-union (DKU) hat in aller Stille die Geschäftsführung des St. Vinzenz-Krankenhauses ausgewechselt. Wie erst jetzt bekannt wurde, schied Dr. Hans-Christian Vatteroth im August aus. Sein Nachfolger ist der 37-jährige Jurist Hauke Schild.

Leiter des St. Vinzenz-Pflegeheims ist Vatteroth zwar noch, aber auch in dieser Funktion sind seine Tage gezählt: Er wird die DKU zum Jahreswechsel verlassen. Das wurde Anfang November bekannt, als die Warsteiner Hospital Bruderschaft ihr Unverständnis über die Personalie äußerte. Diese Stiftung ist Mitinhaber des dortigen Maria Hilf-Krankenhauses, dessen Mehrheitsaktionär ebenfalls die DKU ist. Vatteroth ist dort seit vier Jahren Geschäftsführer, die Arbeit in Altena übernahm er vor zwei Jahren zusätzlich.

In beiden Häusern steht Vatteroth für einen erfolgreichen Konsolidierungskurs. Das in Warstein schreibt wieder Gewinne, in Altena steigen die Patientenzahlen, damit verbessert sich auch die Wirtschaftlichkeit.

Deshalb kommt die Trennung überraschend. Gründe dafür wollte die DKU bisher nicht nennen, auch Vatteroth äußerte sich nicht. Für den 19. November hat die DKU eine Presseerklärung zu diesem Thema angekündigt. Dabei wird es wohl in erster Linie um die Situation in Warstein gehen, weil die Nachfolge in Altena ja bereits geregelt ist. In Warstein hingegen ist Vatteroth noch als Geschäftsführer tätig.

Es gibt übrigens bei der DKU noch eine weitere, aus Altenaer Sicht interessante Personalentscheidung: Dirk Wiese, Klinikleiter des St. Vinzenz-Krankenhauses, steigt in das zehnköpfige Managementteam der GmbH auf.

Nach eigener Darstellung ist die Entwicklung des privaten Klinikbetreibers Deutsche Klinikunion und ihres Schwesterunternehmens Deutsche KlinikManagement GmbH (DKM) „beispiellos“. Seit 2007 haben sie an 14 medizinischen Einrichtungen, davon allein 6 Akut-Krankenhäusern, die Verantwortung übernommen.

„Die Mehrzahl dieser Einrichtungen war bei Übernahme in einer wirtschaftlich äußerst schwierigen Situation, die durch die DKM/DKU innerhalb von 12 bis 24 Monaten signifikant verbessert werden konnte“, heißt es in einer Pressemitteilung des Krankenhauses.

Man habe so „in jedem Jahr mindestens ein Krankenhaus vor der Schließung bewahren können“, sagt Dr. Armin P. Wurth, Geschäftsführer der DKM und DKU und kündigt weiteres Wachstum an. Ziel sei es, einer der bedeutenden Träger von medizinischen Einrichtungen in Deutschland zu werden. - Von Thomas Bender

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