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Der nächste Schaden an der B236: Massive Verkehrsbehinderungen drohen

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Von: Thomas Bender

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Deutlich zu sehen: Die Bordsteine haben sich abgesenkt. Weil die Ursache dafür noch unklar ist, gibt es eine weitere halbseitige Sperrung der B 236.
Deutlich zu sehen: Die Bordsteine haben sich abgesenkt. Weil die Ursache dafür noch unklar ist, gibt es eine weitere halbseitige Sperrung der B 236. © Bender, Thomas

Und schon wieder eine neue Hiobsbotschaft von der der Bundesstraße 236: Die Baustelle im Bereich des Ortseingangs Altena muss deutlich verlängert werden - mit verheerenden Konsequenzen für Autofahrer und Radler.

In Höhe der Schwarzenstein-Ruine im Bereich des Altenaer Ortseingangs hat sich die Fahrbahn abgesenkt. Die Fahrspur in Richtung Werdohl musste deshalb gesperrt werden, und das noch in einer unübersichtlichen Kurve. Der Verkehr kann auch hier nur einspurig fließen. Eine neue Ampelstrecke ist hier wegen der nahegelegenen Baustelle am Obergraben nicht möglich.

Deshalb wurde die bisher in Höhe des Wasserkraftwerks stehende Ampel versetzt. Sie steht jetzt in Höhe der Zufahrt zur ehemaligen Firma Graf. Das hat zur Folge, dass der nur einspurig zu befahrende Baufeld jetzt etwa einen Kilometer lang ist. Die Rotphasen für die Verkehrsteilnehmer dauern jetzt mindestens drei Minuten – den Auto- und Lastwagenfahrern, die die wichtigste Verbindung zwischen Werdohl und Altena durch das Lennetal nutzen, wird also viel Geduld abverlangt. „Durch die Länge der Ampelstrecke ist mit erheblichen Wartezeiten zu rechnen“, heißt es in einer Mitteilung des Ordnungsamtes der Stadt Balve. Vor allem in den Stoßzeiten dürften erhebliche Staus die Folge sein.

Bordstein hat sich deutlich abgesenkt

Entdeckt wurde der Schaden von Mitarbeitern der Stadt. Ihnen fiel auf, dass sich der Bordstein deutlich abgesenkt hatte, und das ausgerechnet in einer Innenkurve. „Dort fahren die Autos oft besonders dicht am Fahrbahnrand, das macht die Situation noch gefährlicher“, sagt Andreas Berg, Sprecher der Hagener Niederlassung von Straßen.NRW.

Was genau passiert ist und was nun zu tun ist, ist noch unklar: Der Schaden befindet sich in unmittelbarer Nähe eines Straßeneinlaufs. Mit einer Kamera sollen Mitarbeiter der Straßenmeisterei jetzt untersuchen, ob es in diesem Bereich eine Unterspülung gegeben hat oder ob das zum Gully gehörende Kanalrohr eingebrochen ist. Erst wenn Klarheit über die Gründe der Absenkung bestehe, könne das weitere Vorgehen festgelegt werden, sagt Berg.

Baustelle jetzt zu lang für Radfahrer

Noch nerviger als für die Autofahrer ist die Situation für Fahrradfahrer. Für sie war bereits in der vergangenen Woche ein Durchfahrverbot durch das da noch deutlich kürzere Baufeld verhängt worden. Hintergrund ist die sogenannte „Räumzeit“ – das ist die Zeit zwischen dem Umspringen der Ampel auf Rot auf der einen Seite der Baustelle und grünem Licht auf der anderen Seite. Bei der Berechnung dieser Räumzeit gehe man davon aus, dass die Fahrzeuge mit 30 Stundenkilometern durch die Baustelle fahren, erklärte Straßen.NRW-Sprecher Berg. Ein solches Tempo würden die meisten Fahrradfahrer nicht schaffen. „Es haben sich bereits Fahrradfahrer bei uns beschwert, weil ihnen in der Baustelle plötzlich Autofahrer entgeggen kamen“, schildert Berg die gefährlichen Folgen.

Durchfahrt verboten: Radfahrer sollen ihre Zweiräder durch das inzwischen rund 1000 Meter lange Baufeld schieben.
Durchfahrt verboten: Radfahrer sollen ihre Zweiräder durch das inzwischen rund 1000 Meter lange Baufeld schieben. © Bender, Thomas

Deshalb das Durchfahrtsverbot, das aber wiederum zu Protesten führte, weil die B 236 hier auch Radweg ist (Stichwort Lenneroute) und es keine sinnvolle Möglichkeit einer Umleitung gibt. Geplant sei jetzt, das Durchfahrtsverbot durch ein Zusazuschild zu ergänzen, erklärte Berg.

Radler müssen jetzt schieben

Das soll Radfahrer dazu auffordern, ihr Rad durch die 1000 Meter lange Baustelle zu schieben. Bis zur Zufahrt zum Wasserkraftwerk an der Lenne geht das auf dem Bürgersteig, auf der restlichen Strecke über den durch Betonsteine abgetrennten Bereich zwischen Fahrbahn und der Abbruchkante zum Obergraben.

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