Zweijährige Radreise durch Europa

Inspiriert von Jürgen Kalf

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Dennis Breiser wird auf seiner Europareise vom Maskottchen der Chamäleon-Gruppe der Caritas begleitet. Sponsoren können dem Radtouristen Kilometergeld spenden. Das Geld unterstützt die Arbeit für Kinder aus Familien mit Suchterkrankungen.

Altena - Dennis Breiser war Feuer und Flamme, nachdem er einen Vortrag von Jürgen Kalf gehört hatte. Dessen lange Touren mit dem Rad durch Europa wurden zur Inspiration für ein eigenes Reiseprojekt. „Meins wird aber zwei Jahre und 20 000 Kilometer lang“, schildert der 25-Jährige lachend. Dafür gibt der Triathlet sogar Heim und Hof auf.

Die Altenaer Wälder reichen nicht mehr. „Sie sind sehr schön, ich besuche sie jede Woche für mein Triathlon-Training. Aber ich möchte noch was von der Welt sehen und der Zeitpunkt ist dafür jetzt gut“, erklärt Dennis Breiser. Am 21. April verabschiedet er sich öffentlichkeitswirksam in Ihmert von Freunden, Verwandten und Wegbegleitern. Bewusst macht der junge Mann Werbung für seine Tour, denn sie ist auch für einen guten Zweck gedacht: Sponsoren können Kilometergeld spenden, das der Radtourist der Gruppe Chamäleon der Caritas zukommen lässt. In dem Projekt werden Kinder aus Familien unterstützt, deren Eltern suchterkrankt oder seelisch belastet sind. „Deshalb fährt auch immer das Stoff-Chamäleon als Maskottchen mit“, erklärt der angehende Weltenbummler.

Drei Routen hat er durchgeplant. Die Rote führt 10 000 Kilometer über das Baltikum, Nordeuropa und die Britischen Inseln. Die Grüne sieht eine 15 000 Kilometer lange Reise über die Iberische Halbinsel bis nach Nordafrika vor. „Sollten Geld, Zeit und Energie ausreichen, würde ich auch die blaue Route nehmen, die Italien und den gesamten Balkan vorsieht. Damit wären auf einen Schlag die 20 000 Kilometer voll, die ich mir vorgenommen habe.“

Ein stabiles und leicht zu reparierendes 14-Gang-Rad trägt Dennis Breiser und sein Gepäck durch Europa.

Dennis Breiser hat sich ein anständiges und leicht zu reparierendes 14-Gang-Fahrrad gekauft. Es muss nicht nur ihn über weite Strecken tragen, sondern auch das hochwertige Outdoor-Zelt, Camping-Ausrüstung, eine Garnitur Multifunktionskleidung und zwei bis drei Radlerhosen. „Auf keinen Fall verzichten will ich auf mein Schaffell. Auch wenn ich mir einen guten Schlafsack im Altenaer Fachhandel besorgt habe, wird es mir als Matratze dienen“, berichtet Breiser von den Vorbereitungen.

Von Jürgen Kalf hat er gelernt, mit leichtem Gepäck zu reisen. Sein Weltenbummler-Mentor wird die ersten Kilometer als Motivator mit ihm fahren. Wenige Wochen später bricht Kalf selbst zu seinem nächsten eigenen Rad-Abenteuer auf. „Es besteht die Möglichkeit, dass wir uns treffen. Wir wollen es auf jeden Fall versuchen.“

Ob es klappt und wie die Reise überhaupt verläuft, können Interessenten auf der Homepage www.dennis-breiser.de verfolgen. Er wird Fotos und Berichte posten und über das Leben unterwegs schreiben. Seine Wohnung und auch den Job als Industriemechaniker im Maschinenbau hat er für das Abenteuer aufgegeben. Der Chef hat aber nicht mit dem Kopf geschüttelt, sondern ihm viel Glück gewünscht. „Wenn er nach zwei Jahren noch einen Job für mich hat, darf ich sogar wiederkommen.“ Und Obdach bekommt der junge Mann auch wieder: Bei seiner Mutter, die ihn auch während der Tour besuchen kommt, wenn er auf den Masuren ist: „Sie ist da geboren.“

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