Demenz: Eine Geißel, die jeden treffen kann

+
Viele Experten berieten rund um das Thema Demenz in der Burg Holtzbrinck.

ALTENA - „Filmriss“ – so hatte das Netzwerk Demenz den Altenaer Demenztag in diesem Jahr überschrieben. Ein kleines Wortspiel, das nicht nur auf die Krankheit an sich, sondern auch gleich auf den Verlauf der Veranstaltung hinwies. Denn neben allerhand Informationen und Diskussionen zum Thema Demenz, gab es für die Besucher am Samstag in der Burg Holtzbrinck nach Grußworten und einer Andacht mit Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier einen Film zum Thema.

Das Netzwerk hatte am Samstag von Demenz Betroffene, deren Angehörige und Interessierte in den Saal der Burg Holtzbrinck eingeladen. Was genau ist Demenz und wie äußert sie sich bei den Betroffenen? Diese grundlegenden Fragen beantwortete Bernd Flues vom Netzwerk Demenz gleich zu Anfang. Doch er betonte: „In Altena dürfen sie sich gut aufgehoben fühlen“. Denn den Problemen, die der demographische Wandel mit sich bringe, müsse vor allem auch auf kommunaler Ebene begegnet werden. Dies sei in Altena bereits im Jahr 2006 angelaufen, als der Prozess „NAIS“ – „Neues Altern in der Stadt“ gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung in Gang gebracht wurde. „Mit ganz viel eigener Arbeit, Engagement, Zeiteinsatz und Lennetaler Herzblut entstanden daraus solche hervorragenden Projekte wir der Generationentreff Knerling, das Stellwerk und davon wiederum abgeleitet eben das Netzwerk Demenz“, führte Flues aus.

Die Krankheit Demenz spielte auch die Haupttrolle in dem Film „Ach Luise“ von Irene Graef, den sich die Besucher am Samstag gemeinsam anschauten. Darin ging es um eine an Demenz erkrankte Frau, deren Mann sich schließlich eingestehen muss, dass er sie nicht mehr selber pflegen kann. Der Umgang mit der neuen Situation nach Erkennen der Krankheit, der Alltag im Heim und mit der Demenz – die Themen des Films wurden anschließend in einer Podiumsdiskussion erneut zur Sprache gebracht.

von Svenja Hoppe

Ausführlicher Bericht in der Montagausgabe des AK

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare