Anwohner wütend

Dauerbaustelle in der Rahmede sorgt für Ärger

+
Matschig und schlammig geht es im Wald auf der Baustelle hinter dem Drescheiderhagen zu.

ALTENA - Wenn Werner Thiele aus seinem Wohnzimmer am Drescheiderhagen auf die Straße schaut, packt ihn nicht selten Wut. „Sehen Sie selbst: Alles dreckig, schmutzig. Wenn es nicht regnet, ist überall Staub“. Seine Hand weist auf große Lkw, die hier stehen, Baumaterial und weiteres Gerät.

Seit Monaten ist das Waldgebiet oberhalb des Drescheiderhagen Baustelle. Örtliche Fachfirmen und Subunternehmen sind im Auftrag von Enervie und den Stadtwerken Lüdenscheid dabei, Kabelschutzrohre mit einem Durchmesser von 160 Millimeter durch den Waldboden zu treiben. Kein leichtes Unterfangen.

„Die Topographie hat uns seit November vergangenen Jahres schon einiges abverlangt“, sagt ein Baustellen-Sprecher. Im Einsatz ist ein sogenannter Vertikalbohrer, den eine Firma aus Mayen in der Eifel installiert hat und betreibt. Gigantisch, wie sich dieses Maschine durch den Boden bohrt. Gigantisch auch das Loch, das Bauarbeiter entlang der Rahmeder Straße, kurz nach dem Abzweig Drescheiderhagen, in eine Straßenwand geschlagen haben und tonnenweise Gestein von dieser Stelle entsorgten.

„Was da passiert ist, keine Ahnung?“, sagt Werner Thiele. Und selbst der Bauleiter, der aktuell Restarbeiten an einer zu schützenden Viehwiese beaufsichtigt, kann nur mutmaßen: Wahrscheinlich hätte der Berg zu sehr gedrückt, so dass man es aufgegeben habe, hier die Rohre austreten zu lassen.

Sicher ist nur: Wenn die Leerrohre liegen, werden sie sowohl mit Stromkabeln als auch Telekommunikationstechnik „bestückt“, wie die Bautechniker vor Ort sagen.

Die Baustelle selbst liegt zum größten Teil auf Altenaer Stadtgebiet, führt aber auch in Richtung Lüdenscheid. Wie bekannt, sind in der Rahmede die „Grenzen“ fließend. Abgeschlossen werden die Arbeiten in etwa sechs Wochen. - job

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.